So schmeckt Gemüse

Die meisten Kleinkinder essen Gemüse nicht wirklich gerne. Aber wie macht man ihnen das Grünzeug am besten schmackhaft? Das zeigt eine Studie.

Kind isst Gemüse © Thinkstock
(Köln – 15.09.2014) Diesen Satz kennen fast alle Eltern: „Gemüse mag ich nicht!“ Doch wie bekommt man Kinder dazu, mehr Gemüse zu essen? Die Erklärung, dass „Spinat stark macht“ oder „Karotten gut für die Augen sind“, ist scheinbar nicht der richtige Weg. Denn das lässt kleine Kinder eher skeptisch werden und vermuten, dass das Gemüse weniger gut schmeckt – so das Ergebnis einer amerikanischen Studie.  

„Kleine Kinder gehen davon aus, dass etwas nicht zwei Eigenschaften gleichzeitig haben kann. Deshalb kann das Gemüse entweder schmackhaft oder gut für die Gesundheit sein“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ). Aber Eltern sollten den guten Geschmack eines Nahrungsmittels nur anpreisen, wenn es auch glaubhaft ist.

Die positive Wirkung anzupreisen bringt nichts

Die amerikanischen Experten aus Chicago führten fünf Untersuchungen mit Kindern zwischen drei und fünf Jahren durch. In allen Versuchen lasen die Forscher den Kindern die Geschichte von einem Mädchen vor, das Cracker oder Karotten aß. Manchmal priesen die Erzähler die positiven Wirkungen des Snacks an – zum Beispiel, dass er das Mädchen stark macht oder dass er ihr hilft zu lernen, wie man zählt. Danach bekamen die Kinder denselben Snack aufgetischt. Die Wissenschaftler maßen nun, wie viel die Kinder davon aßen. Es zeigte sich, dass Kinder mehr von dem Snack verzehrten, wenn er keine Eigenschaften wie starkmachend oder intelligenzfördernd zugeschrieben bekam, sondern ohne Kommentar auf den Tisch gestellt wurde.

Tricks: Gemüse kleinschneiden, öfter anbieten, für den Verzehr loben

„Solche Untersuchungen helfen Eltern im Alltag, ihre Kinder zu gesundem Essen zu bewegen. Andere Tricks, die so ermittelt wurden, sind zum Beispiel Gemüse klein zu schneiden, es mehrmals anzubieten, Gemüsesticks mit Dips zu servieren, Gemüse als Püree beispielsweise einem Lieblingsnudelgericht beizumengen oder auch Kinder für den Verzehr von Gemüse zu loben“, so Dr. Niehaus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.09.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Kleinkinder: Lieber Schmackhaftigkeit eines Gemüses anpreisen als seine Wirkung
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