Albträume als Vorboten

Es ist normal, dass Kinder manchmal Albträume haben. Doch halten sie zu lange an, können sie Vorboten von psychischen Problemen sein.

Kind hat Albträume © Thinkstock
(Köln – 02.06.2014) Albträume bei Kindern sind nichts Ungewöhnliches, aber wenn sie länger anhalten, können sie Hinweis auf ein psychisches Problem sein. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie. Schlafexperten hatten über 6.800 Kinder bis zum Alter von 12 Jahren beobachtet. Bei etwa 37 Prozent hielten die Albträume mehrere Jahre an.

„Gelegentliche Albträume sind bei Kindern normal. Sie nehmen mit zunehmendem Alter ab, da Kinder immer mehr lernen, mit ihren Ängsten umzugehen. Treten Albträume längere Zeit mehr als einmal pro Woche auf, fragen Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt, ob professionelle Hilfe nötig ist“, rät Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Frühe Hilfe kann die Entwicklung von chronischen psychischen Problemen verhindern helfen.

Dreifach erhöhtes Risiko bei Albträumen im Jugendalter

Albträume beginnen häufig im Vorschulalter. Sie können bis zum Alter von zehn Jahren anhalten, verschwinden dann aber meist. Kinder, die zwischen zweieinhalb und neun Jahren nach Angaben ihrer Eltern besonders unter Albträumen gelitten hatten, zeigten im Alter von zwölf Jahren häufig psychische Auffälligkeiten. Wer noch im Jugendalter von Albträumen geplagt war, hatte laut der Studie ein dreifach erhöhtes Risiko für psychische Probleme.

„Eine gute Schlafhygiene kann bei Schlafproblemen helfen. Eltern sollten unter anderem für feste Schlafenszeiten sorgen, den Gebrauch von elektronischen Geräten vor dem Zubettgehen einschränken und diese möglichst aus dem Kinderschlafzimmer verbannen. Denn Regeln und Routinen verbessern den Schlaf bei Kindern“, so Dr. Niehaus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.06.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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