Plötzlicher Kindstod

Es ist ein Ereignis, vor dem Eltern große Angst haben: der plötzliche Kindstod. Doch sie können selbst etwas dagegen tun – acht vorbeugende Maßnahmen.

Schlafendes Baby © Thinkstock
(Köln – 26.05.2014) Allein der Gedanke an den plötzlichen Kindstod bereitet Eltern große Angst. Die gute Nachricht: Eltern können selbst einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen, um ihr Kind davor zu schützen. „Dazu gehört an erster Stelle das Schlafen auf dem Rücken in einem passenden Schlafsack. Eltern dürfen kein Kissen, Bettzeug oder große weiche Spielsachen in das Kinderbett legen, da dies die Erstickungsgefahr im Schlaf erhöht“, erläutert Prof. Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die beiden wichtigsten Maßnahmen. Ein weiterer vermeidbarer Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod ist das Rauchen während der Schwangerschaft – und später dann in der Umgebung des Babys.

Das Baby im eigenen Bettchen schlafen lassen

Schläft das Kind zusammen mit Mutter, Vater oder einem anderen Kind in einem Bett, in einem Sessel oder auf dem Sofa, kann das ebenfalls die Gefahr für den plötzlichen Kindstod erhöhen. „Um das Baby zu beruhigen oder zu stillen, können Mütter es kurz mit in ihr Bett nehmen, aber dann sollte es wieder in sein Bettchen. Das sollte unbedingt im Elternschafzimmer stehen, denn die Mutter reagiert in der Regel auch im Schlaf sofort auf gesundheitliche Veränderungen des Babys“, so Prof. Nentwich.

Möglichst lange stillen und das Kind vor Überhitzung schützen

Empfehlung Nummer fünf und sechs des Experten lauten: „Stillen Sie möglichst lange, und lassen Sie Ihren Säugling entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission impfen." Warum Stillen vorbeugend wirkt, ist bisher jedoch noch nicht geklärt. Auch der Gebrauch eines Schnullers hat einen positiven Einfluss, obwohl auch dafür die Gründe noch nicht bekannt sind. Außerdem sollten Eltern ihr Baby vor Überhitzung schützen. Die Schlafzimmertemperatur sollte deshalb nicht über 18 bis 20 Grad Celsius liegen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.05.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung