Auch geistig schonen

Jugendliche mit Gehirnerschütterung sollten nicht nur körperliche, sondern auch geistige Anstrengung meiden. Denn das beschleunigt die Heilung.

Gehirnerschütterung © Thinkstock
(Köln – 06.03.2014) Jugendliche, denen vom Arzt eine Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde, sollten nicht nur körperliche, sondern auch geistige Anstrengungen meiden. Denn so erholen sie sich laut einer aktuellen Studie schneller. „Gleich nach der Gehirnerschütterung sollten Heranwachsende drei bis fünf Tage ganz auf geistige Aktivitäten verzichten. Dazu gehören SMS schreiben, Hausaufgaben machen, Lesen oder Computerspiele spielen“, rät Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Dann können sie wieder mit ganz leichten Aufgaben anfangen – zum Beispiel einige Buch- oder Zeitschriften-Seiten lesen, maximal fünf SMS am Tag schreiben und weniger als 20 Minuten am PC spielen.

Schonung beschleunigt die Regeneration stark

Eine im Fachblatt „Pediatrics“ veröffentlichte Untersuchung ergab, dass Jugendliche, die sich nach einer Gehirnerschütterung schonten, ihre Regeneration stark beschleunigten. Sie brauchten nur 20 bis 50 Tage, bis sie wieder beschwerdefrei waren. Bei Teenagern, die ihr Gehirn weiter stark beanspruchten, dauerte die Erholungsphase dagegen etwa 100 Tage. „Betroffene dürfen nicht vergessen, dass eine Gehirnerschütterung auch eine Verletzung des Gehirns ist – wenn auch weniger umfangreich als bei einem Gehirntrauma. Nervenverbindungen können stark gedehnt werden oder in seltenen Fällen sogar abreißen. Auch leichte Schwellungen der Hirnhaut sind möglich“, warnt der Experte.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung