Ist es eine Grippe?

Hat mein Kind nur eine Erkältung oder eine richtige Grippe? Das fragen sich Eltern oft. An welchen Anzeichen Sie eine Influenza erkennen können.

Kind ist erkältet © Thinkstock
(Köln – 17.01.2014) Die Grippesaison ist gerade wieder in vollem Gange. Deshalb informiert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzteärzte (BVKJ) Eltern aktuell darüber, woran sie bei ihrem Kind eine echte Grippe (Influenza) erkennen und was dann zu tun ist.  

Das verlässlichste Anzeichen einer echten Grippe ist bei Kindern hohes Fieber, das durchaus 40 Grad Celsius erreichen kann. Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und ein trockener Husten sind weitere Hinweise. Auch Übelkeit, Bauchschmerzen und/oder Erbrechen können auftreten. „Ein an Influenza erkranktes Kind braucht besondere Schonung, viel Schlaf und viel Flüssigkeit“, sagt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Besonders gefährdet für Komplikationen: Kinder unter fünf Jahren

Kleine Kinder unter fünf Jahren sind besonders gefährdet, Komplikationen zu entwickeln und ins Krankenhaus zu müssen. Die Gründe für eine stationäre Behandlung bei grippekranken Kindern können je nach Alter deutlich variieren. Finnische Wissenschaftler ermittelten, dass bakterielle Erreger, die zu einem Virusinfekt hinzukommen, für über die Hälfte der Einweisungen bei Kindern unter einem halben Jahr verantwortlich sind. Atemwegsprobleme machen 38 Prozent der Komplikationen bei Grippe-Patienten unter 16 Jahren aus.

„Bei hohem Fieber, Fieber mit Hautausschlag oder wenn das Kind schnell beziehungsweise schwer atmet, die Haut eine bläuliche Farbe annimmt, das Kind verwirrt oder nicht richtig wach wirkt oder sich die Symptome verschlechtern, sollten Eltern ihr Kind unverzüglich dem Kinder- und Jugendarzt oder einer Notfallambulanz vorstellen“, rät Dr. Fegeler.

Sicherster Schutz: eine Grippeimpfung

Grippeviren verbreiten sich durch direkten oder indirekten Kontakt und über die Luft, sodass häufiges Händewaschen nur teilweise vorbeugend wirkt. Der sicherste Schutz ist die Impfung: Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt Kindern mit chronischer Bronchitis, Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Nieren oder mit neurologischen Behinderungen jährlich eine Grippeimpfung – bei Risiko-Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren bevorzugt als Influenza-Impf-Nasenspray. Studien zeigen, dass dieser Impfstoff gegenüber herkömmlichen Influenza-Impfstoffen in dieser Altersgruppe besonders wirksam und in den Altersgruppen darüber zumindest gleichwertig ist. Idealerweise sollte die Impfung zwischen September und November erfolgen. Sie ist aber auch jetzt noch sinnvoll, da der Schutz schon sieben bis 14 Tage nach der Impfung eintritt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.01.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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