Sehfehler durch Frühgeburt

Wird ein Kind zu früh geboren, hat es ein erhöhtes Risiko für Sehfehler. Woran Eltern Augenprobleme bei ihren Kindern erkennen können.

Mädchen mit Brille © Thinkstock
(Köln – 10.12.2013) Bei Frühgeborenen oder bei Kindern aus Familien mit Augenproblemen besteht ein erhöhtes Risiko für Sehfehler. Bei diesen Kindern sollten Eltern die Augen besonders genau beobachten und mit ihrem Kinder‐ und Jugendarzt darüber sprechen. „Lichtscheu, häufiges Blinzeln und Augenkneifen, mangelnder Blickkontakt, aber auch eine schiefe Kopfhaltung können Anzeichen für eine Sehschwäche sein“, sagt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte.  

Bei einem sechs Monate alten Kind kann dauerhaftes Schielen oder Augenzittern Ausdruck einer Fehlsichtigkeit sein, denn es zeigt, dass das Baby Schwierigkeiten hat, ein Objekt mit den Augen zu fixieren. Bis zum dritten Lebensmonat sollte ein Kind mit den Eltern einen konstanten Blickkontakt entwickeln.

Bei Vorsorgeuntersuchungen wird die Sehfähigkeit getestet

Bei den Vorsorgeuntersuchungen testet der Kinder‐ und Jugendarzt auch die Sehfähigkeit des Kindes und verweist es bei Anzeichen von Sehstörungen an den Augenarzt. Eine ausführliche Überprüfung der Sehleistung bei den Untersuchungen U5 bis U9 wird derzeit nur von einigen Krankenkassen erstattet. Sobald aber bei der Augenvorsorge eine Sehstörung erkannt wird, übernehmen alle Krankenkassen die Folgekosten.  

„Auch wenn bis zum Schuleintritt anscheinend keine Probleme aufgetreten sind, kann sich dann eine leichte, bisher gut ausgeglichene Fehlsichtigkeit bemerkbar machen. Klagt ein Kind über Kopfschmerzen, schnelle Erschöpfung, verschwommene Buchstaben und hat Schwierigkeiten, beim Lesen die Zeile zu halten, kann schlechtes Sehen die Ursache sein“, so Dr. Fegeler.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.12.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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