Geimpfte Familie schützt

Babys sind besonders gefährdet, schwer an Grippe zu erkranken. Eine Studie zeigt: Sie sind am besten geschützt, wenn die ganze Familie geimpft ist.

Baby © Thinkstock
(Köln – 26.11.2013) Babys unter einem halben Jahr, die noch keine Impfung gegen Grippe (Influenza) bekommen können, sind am besten vor einer Influenza-Infektion geschützt, wenn alle Familienmitglieder und Personen mit engem Kontakt zum Baby dagegen immunisiert sind. Das ist das Ergebnis einer australischen Studie. Besonders gefährdet sind Babys durch den Kontakt zu ungeimpften Geschwistern im Haushalt.

„Kinder im Kleinkindalter, die Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, tragen einen Großteil zur Verbreitung der Grippeerreger bei – so auch in ihrer Familie und bei ihren Geschwistern. Babys unter sechs Monaten sind besonders gefährdet, schwer an Grippe zu erkranken, da ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Babys haben bei einer Grippe oft mit Komplikationen zu kämpfen

Laut den Forschern von der Universität in Sydney infizieren sich jährlich etwa 20 bis 30 Prozent der Kleinkinder in Tageseinrichtungen mit Grippe. Raucher im Haushalt, enge Wohnverhältnisse, viele Haushaltsmitglieder und niedrige Grippe-Durchimpfungsraten unter den Angehörigen erhöhen neben ungeimpften Geschwistern zusätzlich das Erkrankungsrisiko für die Babys. „Die Kleinsten haben häufig mit Komplikationen während einer Grippeerkrankung zu kämpfen – wie zum Beispiel einer Lungenentzündung. Oft sind längerfristige Lungenprobleme die Folge“, warnt der Kinder- und Jugendarzt.

Die australischen Forscher berichteten, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Kinder, die jünger als sechs Monate waren, auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch mit Krankheiten der Atemwege belastet waren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.11.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung