Schmerzende Gelenke

Haben Kinder länger geschwollene oder schmerzende Gelenke, sollte ein Arzt die Ursache abklären. Dahinter könnte eine Rheumaerkrankung stecken.

Kind mit schmerzendem Ellenbogen © Thinkstock
(Weimar – 19.11.2013) Bemerken Eltern eine anhaltende Schwellung – eventuell mit Überwärmung – an einem oder mehreren Gelenken ihres Kinds, sollten sie mit ihm zum Kinder- und Jugendarzt gehen. „Dahinter kann sich eine chronische Rheumaerkrankung verbergen. Kinder klagen in vielen Fällen nicht über die Gelenkschmerzen bei Rheuma. Wenn das Kind bestimmte Gelenke zu schonen versucht oder bei bestimmten Bewegungen eingeschränkt ist (Morgensteifigkeit), ist dies aber ein deutlicher Hinweis“, beschreibt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen das Krankheitsbild der juvenilen ideopathischen Arthritis (JIA). Auch Fieber, Ausschlag und Augenentzündungen können bei einer rheumatischen Erkrankung auftreten.

Eine schnelle Therapie kann spätere Einschränkungen verhindern

Bei 100.000 Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren treten etwa 5 bis 20 rheumatische Neuerkrankungen auf. Eine schnelle Therapie kann die dauerhafte Schädigung von Gelenken verhindern und so deutlichen Einschränkungen im späteren Leben vorbeugen. Bei einer rheumatisch-entzündlichen Erkrankung arbeitet der Kinder- und Jugendarzt eng mit einem Kinderrheumatologen zusammen. Die Therapie umfasst unter anderem Medikamente, Krankengymnastik und gelenkschonende Bewegung.

„Eltern können ihr Kind dabei unterstützen, seine Beweglichkeit zu erhalten, indem sie regelmäßig in Absprache mit den betreuenden Experten auch zu Hause Übungen mit ihm machen. Bei etwa der Hälfte der Patienten geht die Krankheit in eine inaktive Form über. Dann sind unter Umständen auch bestimmte Sportarten möglich, die die Muskelkraft zusätzlich steigern und Schonhaltungen sowie Muskelverkürzungen vorbeugen. Insbesondere Wassersportarten wie Aquajogging, Aquagymnastik und Schwimmen sind geeignet. Nordic Walking, Radfahren, Skilanglauf, Wandern, Tanzen Tischtennis, Tai-Chi und Gymnastik können beispielsweise auch infrage kommen“, so Dr. Niehaus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.11.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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