Die Vielfalt macht‘s

Eine Studie zeigt: Kinder essen mehr Obst und Gemüse, wenn ihnen eine größere Vielfalt angeboten wird. Wie Sie Ihr Kind für Grünzeug begeistern.

Junge isst Melone © Thinkstock
(Bonn – 29.10.2013) Vorschulkinder essen offenbar mehr Obst und Gemüse, wenn ihnen eine größere Vielfalt angeboten wird. Das ist das Resultat einer US-amerikanischen Studie, an der 61 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren teilnahmen. Die Wissenschaftler boten den Kindern in einer Betreuungseinrichtung an acht Nachmittagen Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit an. An sechs Nachmittagen stand je eine bekannte Obst- (Apfel, Pfirsich, Ananas) oder Gemüseart (Gurke, Paprika, Tomate) zur Auswahl, die in einheitliche mundgerechte Stücke geschnitten war. An zwei Tagen konnten die Kinder zwischen drei Obst- beziehungsweise Gemüsearten wählen. Die Wissenschaftler protokollierten, wie viele Obst- oder Gemüsestücke die Kinder auf ihren Teller legten und wie viele sie schließlich davon aßen.

Kinder aßen bei größerer Vielfalt 67 Prozent mehr Obst und Gemüse

Wenn Kindern eine größere Vielfalt an Obst und Gemüse angeboten wurde, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich zumindest ein Stück aussuchten, von 70 auf 94 Prozent. Der Verzehr erhöhte sich um durchschnittlich 67 Prozent. Der positive Effekt ist zumindest teilweise darauf zurückzuführen, dass die Kinder selbstständig zwischen Alternativen wählen durften oder einfach ihre Lieblingsart aussuchten. Insgesamt griffen die Kinder eher zu Obst (durchschnittlich 84 Gramm) als zu Gemüse (22 Gramm).

Täglich fünf Portionen Obst, Gemüse, Salat und Rohkost

Ernährungsexperten empfehlen, am Tag fünf Portionen Obst, Gemüse, Salat und Rohkost zu essen. Dabei entspricht eine Portion einer Handvoll – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Wer die Vielfalt nutzt, versorgt den Körper auch mit vielen verschiedenen Nährstoffen.

Im Vorschulalter wird der Grundstein für spätere Ernährungsgewohnheiten gelegt. Wenn Kinder nur bestimmte Obst- und Gemüsearten mögen, ist etwas Fantasie gefragt. Zunächst sollte neben den Lieblingsarten auch immer wieder „neues“ Obst und Gemüse angeboten werden. Eltern können unbeliebte Arten aber auch raspeln oder pürieren und daraus Suppen oder Nudelsoßen zubereiten oder eine Pizza damit belegen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.10.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. (www.aid.de)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung