Karies bei Kindern vermeiden

Milchzähne sind besonders empfindlich. Umso wichtiger ist die richtige, gründliche Kariesprophylaxe. Wie Sie bei Ihrem Kind Karies vermeiden.

Kind putzt seine Zähne © Thinkstock
(Weimar – 23.10.2013) Zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat brechen normalerweise die ersten Zähne durch. Diese sollten Eltern vorsichtig mit einem feuchten Wattestäbchen oder einer weichen Kinderzahnbürste säubern. Zahnpasta eignet sich für Kinder unter drei Jahren noch nicht, da sie diese meist verschlucken. Bis zum dritten Lebensjahr ist es Aufgabe der Eltern, die Zähne der Kinder zu putzen. Zwar sollten Kinder ab dem dritten Lebensjahr anfangen, selbstständig die Zähne zu reinigen. Doch es ist ratsam, dass die Eltern bis zum sechsten Lebensjahr nachputzen.

Zucker ist der ideale Nährboden für Kariesbakterien

„Die wichtigste Kariesprophylaxe ist, süße Getränke zu vermeiden und nicht zu häufig Süßigkeiten zu essen – insbesondere wenn sie klebrig sind, wie zum Beispiel Kekse oder Kaubonbons. Der ständige Gehalt von Zucker im Mund ist der ideale Nährboden für Kariesbakterien, die Säure produzieren und damit die Zahnsubstanz zerstören. Milchzähne sind besonders empfindlich, da ihr Zahnschmelz weniger hart und poröser als der von bleibenden Zähnen ist“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.  

Kleinkinder, die ständig an einer Flasche gesüßtem Tee oder Ähnlichem nuckeln, sind besonders gefährdet, ihre Zähne durch die ständige Umspülung mit zuckerhaltiger Flüssigkeit zu schädigen (baby bottle syndrome oder Fläschchenkaries). Gehen sie abends damit ins Bett, haben es Bakterien noch leichter, denn nachts ist der reinigende Speichelfluss geringer. Experten raten Eltern deshalb, kleine Kinder ab dem zweiten Lebensjahr an Becher zu gewöhnen. Außerdem sollten Kinder zuckerhaltige Lebensmittel möglichst nur zu den Hauptmahlzeiten verzehren, anstatt zwischendurch zu naschen.

Nicht die Schnuller, Finger oder Löffel des Kindes in den Mund nehmen

Und noch ein Tipp: Viele Eltern nehmen schnell mal den Schnuller oder die Finger ihres Kindes zum Säubern in den Mund oder benutzen seinen Löffel zum Vorkosten. Doch das sollten sie besser nicht tun. Denn so werden über den Speichel Kariesbakterien – insbesondere Streptococcus mutans und Lactobacillus – von den Eltern zum Kind übertragen, die natürlicherweise nicht im Mund des Kindes vorkommen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.10.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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