Durchblick in der Schule

Wenn eine Fehlsichtigkeit bei Kindern nicht erkannt wird, leidet häufig die schulische Leistung darunter. Untersuchungen beim Augenarzt schaffen Abhilfe.

Kind mit Brille © Thinkstock
(Düsseldorf – 07.10.2013) Das Kind kneift die Augen zusammen, um die Tafelanschrift lesen zu können oder schreibt alles von seinem Nachbarn ab: Wenn Kinder schlecht sehen, beeinträchtigt das häufig ihre schulische Leistung. Denn: „Mit klarer Sicht lernt es sich leichter“, so PD Dr. med. Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA). Eine augenärztliche Untersuchung schafft Klarheit darüber, ob mit den Augen der Kinder alles in Ordnung ist.

„Etwa jedes fünfte Kind benötigt eine Brille, um einen Sehfehler auszugleichen“, sagt Dr. Friedrich. Damit sich das Sehvermögen ungestört entwickeln kann, empfehlen Augenärzte allen Eltern, ihr Kind schon vor dem dritten Geburtstag einmal in einer Augenarztpraxis untersuchen zu lassen, auch wenn sie keinen Hinweis auf eine Sehschwäche bemerkt haben. Denn: Bleiben Schielen oder eine Fehlsichtigkeit im Kleinkindalter unbehandelt, droht eine Sehschwäche des betroffenen Auges, die später kaum noch ausgeglichen werden kann. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchung inzwischen.

Besser lernen mit der richtigen Sehhilfe

„Vor dem Schulstart sollte noch einmal beim Augenarzt überprüft werden, ob eine eventuell vorhandene Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden muss“, rät Dr. Friedrich. Mit der richtigen Sehhilfe haben Kinder von vorne herein bessere Chancen, dem Schulunterricht zu folgen. Andernfalls könnten Unkonzentriertheit oder Kopfschmerzen die Folge sein. Auch während der Schulzeit sind Kontrollen sinnvoll. Denn eine Kurzsichtigkeit entwickelt sich nicht selten zwischen dem achten und 15. Lebensjahr.

Zusätzlich sollten die Eltern von Brillenträgern auch daran denken, eine spezielle Sportbrille zu besorgen, die im Sportunterricht nicht nur für sicheren Durchblick sorgt, sondern die Augen auch vor Verletzungen schützt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.10.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA)
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