Klüger dank Jod

Frauen sollten in der Schwangerschaft unbedingt ausreichend mit Jod versorgt sein. Denn Jodmangel kann die Intelligenz des Kindes beeinträchtigen.

Hochschwanger © Thinkstock
(Berlin – 30.09.2013) Bei einem Jodmangel der Mutter während der Schwangerschaft können Lesen, Grammatik und Sprachverständnis des Kindes noch bis weit in die Schulzeit hinein eingeschränkt sein. Auch wenn der Jodmangel nur sehr gering ausgeprägt ist, werden die Gehirnentwicklung der ungeborenen Babys und ihre spätere Intelligenz beeinträchtigt. Und: Die Mängel können durch eine Jodgabe im Kindesalter nicht ausgeglichen werden. Dies ergab eine Langzeit-Studie aus Australien, auf die der Berufsverband der Frauenärzte hinweist.

„Jodmangel verursacht eine Unterfunktion der Schilddrüse“, erklärt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte. „Selbst, wenn diese Unterfunktion noch keine spürbaren Symptome hervorruft, verzögert sie doch viele Stoffwechselvorgänge und kann die Entwicklung des Embryos während der Schwangerschaft stören.“ Deshalb ist es für alle Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll, schon vor der Schwangerschaft auf eine ausreichende Jodzufuhr mit der Nahrung zu achten, indem sie zum Beispiel viel Seefisch essen und jodiertes Speisesalz verwenden.

Auch Unfruchtbarkeit kann mit Jodmangel zusammenhängen

Übrigens: Versteckte Störungen der Schilddrüsenfunktion könnten auch an einer Unfruchtbarkeit beteiligt sein, sagt der Kinderwunsch-Spezialist Dr. med. Martin Völckers vom Fertility Center Kiel. Wenn sich bei einem gesunden Paar mit unerfülltem Kinderwunsch keine Ursachen dafür finden lassen, warum keine Schwangerschaft eintritt, lohnt es sich deshalb oft, die Schilddrüsenfunktion der Frau zu prüfen. „Sind der Jodmangel und die Unterfunktion der Schilddrüse ausgeglichen, so kann das einen wichtigen Baustein auf dem Weg in eine geglückte Schwangerschaft darstellen“, so Völckers.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.09.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Berufsverband der Frauenärzte
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