Erhöhter Eisenbedarf

Schwangere Frauen brauchen mehr Eisen, da sie das Kind mitversorgen müssen. Woran Sie erkennen, ob es Ihrem Körper an Eisen mangelt.

Schwangere Frau © Thinkstock
(Bonn – 30.08.2013) Frauen haben allgemein einen höheren Eisenbedarf als Männer, besonders aber in der Schwangerschaft. Sie benötigen dann noch mehr Eisen, da Fetus und Plazenta mitversorgt werden müssen.

Erste Anzeichen für einen Eisenmangel

Die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sind oft unspezifisch und gerade in der Schwangerschaft schwer von den Symptomen zu unterscheiden, die die Hormonumstellung in dieser Zeit mit sich bringt. Erschöpfung, Kopfschmerzen und allgemeine Müdigkeit treten sowohl bei Schwangeren als auch bei Personen mit einem Eisenmangel auf. Weitere Hinweise für einen Eisenmangel sind blasse (Schleim-)Haut, Veränderungen der Fingernägel, Einrisse in den Mundwinkeln und Entzündungen der Zunge. Die schwerste Form eines Mangels ist die Schwangerschaftsanämie. Sinkt der Wert des Hämoglobins (eisenhaltiger roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen) in der Schwangerschaft unter neun Gramm pro Deziliter Blut, treten häufiger Schwangerschaftskomplikationen wie Früh- oder Fehlgeburten oder Wachstumsverzögerungen auf. Die Mutter ist zudem besonders anfällig für Infekte.

Einnahme von Eisenpräparaten mit Arzt besprechen

In der Regel reicht das Eisen, das über die Nahrung aufgenommen wird, in der Schwangerschaft nicht aus. Da nach derzeitigem Wissensstand bei einer dauerhaft hohen Versorgung mit Eisen jedoch das Risiko für Herz- und Krebserkrankungen steigen kann, wird von einer generellen Einnahme von Eisenpräparaten in der Schwangerschaft und vom Verzehr von Lebensmittel, die mit Eisen angereichert sind, abgeraten. Außerdem sind Schwangere nicht zwangsläufig unterversorgt, da der Eisenverlust über die Menstruation entfällt und die Eisenaufnahme im Darm ansteigt. Ob die Einnahme eines Eisenpräparats sinnvoll ist, sollte der Arzt individuell entscheiden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e.V. (www.aid.de)
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