Aphthen: aufs Essen achten

Ist die Mundschleimhaut von Kindern regelmäßig entzündet, sollten sie darauf achten, was sie essen. Worauf Betroffene besser verzichten sollten.

Kind wird in den Mund geschaut © Thinkstock
(Weimar – 14.08.2013) Leiden Kinder immer wieder unter kleinen Entzündungen der Mundschleimhaut – sogenannten Aphthen – sollten sie auf harte Speisen wie Zwieback, Kartoffelchips oder Nüsse verzichten. „Kleine Verletzungen im Mund durch Nahrungsmittel, aber auch durch Zähneputzen oder das versehentliche Beißen auf die Backeninnenseiten können die Entstehung von schmerzhaften Aphthen provozieren. Auch heiße oder scharfe Speisen, Kirschen, Pflaumen, Ananas, Tomaten und Zitrusfrüchte reizen die Mundschleimhaut“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar und Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen.

„Am besten ermitteln Eltern und Kinder gemeinsam, worauf die Mundschleimhaut besonders empfindlich reagiert. Glatte, kalte Speisen wie Joghurt sind günstig. In jedem Fall sollte der Kinder- und Jugendarzt die Entzündungen im Mund untersuchen, um andere Grunderkrankungen oder Mangelerscheinungen wie etwa Herpesinfektionen, Hand-Mund-Fuß-Erkrankung, Colitis ulcerosa, Eisenmangel, Folsäuremangel oder Vitamin-B-Mangel auszuschließen“, so die Expertin.

Aphthen: Kleine Geschwüre, die familiär gehäuft auftreten

Aphthen sehen wie kleine Mondkrater aus: Ein weißes oder gelbliches vertieftes Loch ist mit einem roten Saum umgeben. Ihr Durchmesser beträgt nur wenige Millimeter. Die kleinen Geschwüre kommen familiär gehäuft vor. Eine wissenschaftliche Erklärung, warum sie bei manchen Kindern immer wieder auftreten, gibt es jedoch nicht.

Eine Hypothese geht davon aus, dass es sich möglicherweise um eine fehlgeleitete Immunreaktion auf gewöhnliche Keime im Mund handelt. „Kleine Aphthen heilen meist nach etwa 14 Tagen ab. Zwischen drei- und sechsmal im Jahr können solche Mundgeschwüre auftreten. Tinkturen und Mundspülungen können helfen, die Beschwerden zu lindern“, erklärt Niehaus. Ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter immer wiederkehrenden kleinen Mundgeschwüren, Kinder sind dabei noch häufiger betroffen als Erwachsene.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.kinderaerzte-im-netz.de
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