Verhalten bei Hitze

Die nächste Hitzewelle rollt auf Deutschland zu. Für Kinder sind hohe Temperaturen besonders belastend. Wie Eltern ihre Kinder schützen können.

Kind in Schwimmreif © Thinkstock
(Köln – 31.07.2013) Das war es schon wieder mit den angenehmen Temperaturen: Für die zweite Wochenhälfte sind wieder deutlich über 30 Grad Celsius vorhergesagt. Neben älteren Menschen leiden auch Kinder ganz besonders unter großer Hitze. „Viele Kinder sind am vergangenen Wochenende kollabiert und mussten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen“, sagt Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Er empfiehlt Eltern deshalb folgende Verhaltensregeln bei hohen Temperaturen:
  • Kinder sollten sich nur morgens vor 11.00 und nachmittags ab 16.30 Uhr draußen körperlich betätigen.
  • Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren sollten nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden und sich nur im Schatten aufhalten. Zudem ist eine Kopfbedeckung Pflicht.
  • Wichtig ist, dass die Kinder genügend trinken. Faustregel: Die Trinkmenge sollte bei Temperaturen von 30 Grad Celsius und höher verdoppelt bis verdreifacht werden. Geeignete Getränke sind Wasser, ungesüßter Früchtetee oder Apfelsaftschorle.
  • Beim Essen gilt: Am besten ist an heißen Tagen eine leichte, fettarme Kost. Ein Eis ab und zu kann erfrischen und ist erlaubt. Gut sind Wassereis oder gefrorene Natursäfte. Auf stark zuckerhaltige Milcheissorten oder Sahneeis sollte verzichtet werden.
  • Für Kinder ist ein konsequenter Sonnenschutz sehr wichtig. Sie sollten UV-Schutzkleidung tragen und mit einem Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von über 20 eingecremt werden – auch bei bedecktem Himmel.
  • Kinder dürfen nie im Auto gelassen werden – auch wenn der Einkauf noch so kurz ist.
  • Bei einem Sonnenbrand muss das Kind sofort aus der Sonne. Kühle Umschläge, lauwarme Duschen und entzündungshemmende Gels lindern die Beschwerden. Bei schwerem Sonnenbrand mit starker Spannung der Haut, Blasenbildung oder Fieber sollten Eltern mit ihrem Kind zu einem Arzt gehen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.07.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte
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