Nächtliches Bettnässen

Viele Eltern sind besorgt, wenn ihr Kind ab einem gewissen Alter nachts noch einnässt. Wie lange das normal ist und wann Abklärungsbedarf besteht.

Junge schläft © Thinkstock
(Seeheim-Jugenheim – 08.05.2013) Inkontinenz ist nicht allein das Problem älterer Menschen. Auch Kinder können an Blasenschwäche leiden, so das Infozentrum Inkontinenz. Die schwache Blase zeigt sich vor allem nachts und wird landläufig als Bettnässen beschrieben. Ärzte bezeichnen es als „Enuresis nocturna".

Bettnässen ist bei Kindern weiter verbreitet, als viele glauben, denn ab einem gewissen Alter redet man nicht mehr über Windeln. Wenn ältere Kinder nachts noch einnässen, ist das für viele Eltern ein Problem. Sie fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben.

Kontrolle über die Blasenmuskulatur muss erst erlernt werden

Aber es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis: Experten halten kindliches Bettnässen bis zum sechsten Lebensjahr für normal. Kinder müssen die Kontrolle der Blasenmuskulatur erst lernen. Gehirn und Blasenmuskulatur müssen entsprechend ausgereift sein. Vor dem zweiten Lebensjahr klappt das in der Regel nicht. Jedes dritte Kind unter vier Jahren und jedes sechste Kind unter fünf nässt nachts mehr oder weniger regelmäßig ein.  

Ist das Kind älter, sollten Eltern allerdings die Ursache für das Bettnässen abklären lassen. Sie sollten das Thema offensiv angehen und ihre Kinder in die Gespräche einbeziehen. Erste Anlaufstelle ist der Kinderarzt, der das Kind meist schon gut von den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kennt. Er hat oft auch schon eine Ahnung, wo das Problem liegen könnte. Außerdem kennt er vergleichbare Fälle. Und er kennt Strategien, wie sich das Problem lösen lässt. Das ist für Kinder und Eltern gleichermaßen ermutigend.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.05.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Infozentrum Inkontinenz
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