Kontaktlinsen für Kinder

Wünscht sie sich ein Kind, ist gegen Kontaktlinsen nichts einzuwenden – vorausgesetzt, sie sind qualitativ hochwertig und genau angepasst.

Maedchen mit Kontaktlinse © Thinkstock
(Riedlingen – 12.03.2013) Sie sind unsichtbar und besonders beim Sport ideal: Viele Erwachsene mit Sehschwäche entscheiden sich für Kontaktlinsen. Dorothea Kuhn, stellvertretende Vorsitzende des Ressorts Kontaktlinsen im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, sagt: „Wenn ein Kind sich Kontaktlinsen wünscht, gibt es grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Vorausgesetzt, die Linsen sind von bester Qualität und genau auf die Augen abgestimmt.“

Billiglinsen sind tabu

Vom Kauf günstiger Produkte aus Drogerie oder Internet sollten Eltern also absehen. Die Ärztin warnt: „Die Augenoberfläche ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Massenware gehört deshalb nicht ins Auge, erst recht nicht ins Kinderauge!“ Denn ist die Krümmung der Kontaktlinse nicht ideal auf die Krümmung des Auges abgestimmt, sitzt die Linse nicht richtig. „Verändert sie dann noch während des Tragens ihre Form, entsteht zum Beispiel Sauerstoffmangel im Auge – Entzündungen können sich entwickeln.“ Die gefährden dann nicht nur das Sinnesorgan, sondern führen auch dazu, dass das Kind vorerst gar keine Kontaktlinsen mehr tragen kann.

Erst den Augenarzt aufsuchen

Eltern sollten den Wunsch ihres Kindes nach Kontaktlinsen ernst nehmen, rät die Expertin. „Allerdings nicht, ohne zuerst einen Augenarzt zu konsultieren. Nur mit einer Untersuchung kann festgestellt werden, ob das Kind überhaupt Kontaktlinsen tragen darf.“ In der Regel steigt die Nachfrage kurz vor und während der Pubertät, also vom zehnten bis zum 14. Lebensjahr. In diesem Alter können die Kinder und Jugendlichen die Kontaktlinsen in der Regel schon selbst handhaben. Ideal sind formstabile Linsen mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit. Alternativ empfiehlt die Expertin hochsauerstoffdurchlässige Weichlinsen aus Silikonhydrogel.

Spezielle Baby- und Junior-Linsen

Auch im Kleinkindalter können Kontaktlinsen manchmal eine sinnvolle Alternative zur Brille sein. Dorothea Kuhn erklärt: „Eingesetzt werden hier spezielle Baby-Linsen mit sehr hoher Sauerstoffdurchlässigkeit, die für eine optimale Versorgung der Hornhaut sorgen.“

Bei Interesse sollten Eltern sich an den Augenarzt ihres Vertrauens wenden: „Es gibt speziell für Kinder entwickelte Junior-Linsen, die individuell angepasst werden können und die Augen optimal versorgen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.03.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: dapd
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