Giftiges Spielzeug

Immer wieder wird über Giftstoffe in Spielzeugen berichtet. Was Eltern beim Kauf beachten können, um ihre Kinder zu schützen.

Spielzeug © Thinkstock
(Berlin – 20.06.2012) Gift im Spielzeug – ein Albtraum für Eltern. Doch trotz gesetzlicher Regeln würden die Grenzwerte für Schadstoffe in Spielwaren bisweilen überschritten, sagt Bärbel Vieth, Chemikerin beim Bundesinstitut für Risikobewertung. „Was zum Beispiel in handelsüblichem Spielzeug vorkommen kann, sind Schwermetalle. Für Blei, Cadmium oder Chrom werden immer wieder Grenzwertüberschreitungen berichtet“, sagt sie. Auch andere Stoffe können Kindern gefährlich werden – sogenannte CMR-Stoffe etwa, die Krebs erregen, das Erbgut verändern oder auf das Fortpflanzungssystem wirken können. „Die Verwendung ist zwar für einige dieser Stoffe geregelt, aber sie kommen trotzdem manchmal in Spielzeug vor“, erklärt Vieth.

Geruch und Siegel für mehr Sicherheit

Ihr Tipp für Spielzeugkäufer: „Einfach mal die Nase ranhalten. Wenn ein Spielzeug unangenehm riecht, kann es sein, dass das durch Schadstoffe bedingt ist.“ Zudem gibt es immer mehr Spielzeug zu kaufen, das beduftet ist, zum Beispiel Puppen, Spielfiguren und Kuscheltiere, aber auch Faschingskostüme oder Stifte. „Duftstoffe können einen schlechten Materialgeruch überdecken“, so die Chemikerin. Bekannt sei auch, dass es eine Reihe von Duftstoffen gebe, die Allergien auslösen können. „Wir empfehlen deshalb, bei bedufteten Spielzeugen vorsichtig zu sein.“

Orientierung beim Kauf bieten zudem verschiedene Prüfsiegel, etwa das deutsche GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“, das LGA-Siegel „tested quality“ oder der „Blaue Engel“. „Solche Siegel kann ein Hersteller freiwillig erwerben, indem er ein unabhängiges Prüflabor beauftragt, seine Produkte zu testen. Bei diesen Prüfverfahren werden auch Stoffe getestet, für die es noch keine gesetzlichen Grenzwerte gibt“, erläutert Bärbel Vieth.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.06.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cw
  • Quellen: dapd
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