Freunde finden

Viele Kinder finden in Kindergarten oder Schule nicht so recht Anschluss. Eltern können ihnen dabei helfen, mehr aus sich herauszugehen.

Drei junge Freunde © Thinkstock
(München – 16.03.2012) Nicht jedes Kind hat einen großen Freundeskreis und ist ständig von Gleichaltrigen umringt. Manchen fällt es eher schwer, in Kindergarten oder Schule Anschluss zu finden. Eltern beobachten das oft mit Sorge. „Wichtig ist, dass man zurückhaltenden Kindern nicht gleich das Gefühl gibt, mit ihnen ist etwas nicht in Ordnung“, betont der Psychologe Matthias Müller-Guth vom SOS-Familienzentrum Berlin. Daher sollte man in solchen Fällen mit Vorsicht versuchen, das Kind zu mehr sozialen Kontakten zu animieren – ohne es zu überfordern.

Unterstützung von den Eltern

Grundsätzlich ist es hilfreich, wenn Eltern gemeinsam mit ihrem Kind unter Menschen gehen. „Man kann beispielsweise nach der Kita noch mit anderen Familien am Spielplatz Halt machen“, schlägt Müller-Guth vor. Eltern könnten mit anderen Eltern auch Verabredungen für ihre Kinder treffen. „Am Anfang kann man sein Kind zu solchen Spielnachmittagen auch begleiten, bis es sich sicher fühlt“, sagt der Erziehungsberater. Und falls das Kind lieber Besuch von anderen zu Hause bekommt, sollte man auch das ermöglichen – auch wenn es manchmal etwas anstrengend für die Eltern werden kann.

Damit Kinder eine gute soziale Kompetenz entwickeln, brauchen sie ein gesundes Selbstbewusstsein, betont Psychologe Müller-Guth. „Es ist daher gut, wenn Eltern ihren Kindern immer wieder Aufgaben übertragen, bei denen sie mit anderen in Kontakt treten." Beispielsweise kann man sie dazu animieren, beim Bäcker die Bestellung aufzugeben oder im Restaurant nach der Rechnung zu fragen. Solche Erlebnisse machen Kinder stolz und förderten ihr Selbstvertrauen anderen gegenüber. Und das ist letztlich auch die Grundlage, um Freunde zu finden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.03.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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