Geschnitten! Was nun?

Wenn sich ein Kind schneidet, ist der Schreck meist schlimmer als die Verletzung. Ein paar Kleinigkeiten sollte man beim Verarzten dennoch beachten.

(Hamburg/Berlin – 22.12.2011) Autsch, geschnitten! Schon rollen Krokodilstränen und der Schock beim Kind sitzt tief. Wenn es brennt und blutet, sieht eine Wunde meistens schlimmer aus, als sie tatsächlich ist. „Zunächst ist es wichtig, die Wunde etwas ausbluten zu lassen, damit Schmutz und Bakterien ausgespült werden können“, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. in Berlin. Falls möglich, kann man die Wunde auch unter fließendes Wasser halten.

Jod und Pflaster

Schon nach wenigen Minuten sollte die Blutung dann nachlassen. „Ist das nicht der Fall oder ist der Blutfluss ungewöhnlich stark, muss die Wunde fest abgebunden werden“, rät Fegeler. Ist die Blutung sehr stark und hört gar nicht auf, sollte der Patient einem Arzt vorgestellt werden. Bei kleinen Verletzungen reicht es aber, etwas Jodsalbe zur Desinfektion auf die Wunde zu geben und mit einem Pflaster zu versehen.

„Das Pflaster schützt vor Verunreinigung, zum Beispiel wenn das Kind draußen spielt“, sagt der Kinderarzt. Und das Kind kann den schützenden Schorf nicht so leicht entfernen. Bei einer normalen Wundheilung sollten kleine Schnitzer und Schürfwunden nach maximal zehn Tagen abgeheilt sein.

„Wenn Kinder allerdings keinen oder einen nur unzureichenden Impfschutz gegen Tetanus haben, sollten Eltern auch kleinere Wunden mit dem Arzt klären“, ergänzt Ulrich Fegeler. Sonst besteht die Möglichkeit, dass das Kind an Wundstarrkrampf erkrankt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.12.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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