An Millimeterangabe halten

Meist nehmen Eltern einen Löffel, um Flüssigarzneien für ihre Kinder zu dosieren. Dann kommt es oft zu Dosierfehlern. So können Sie sie verhindert.

Mutter gibt Kind flüssiges Arzneimittel © Thinkstock
(Köln – 06.10.2014) Wenn ein Kind flüssige Arzneimittel einnehmen muss, sollten Eltern sich besser an Millimeterangaben orientieren und die Menge mit einem geeigneten Messbecher abmessen anstatt auf Tee‐ oder Esslöffel zurückzugreifen. „Bei Teelöffel und Esslöffel besteht die Gefahr der Verwechslung und der ungenauen Dosierung“, warnt Dr. Monika Niehaus, Kinder‐ und Jugendärztin vom Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte. Aufgrund des geringen Körpergewichts kann sich eine Ungenauigkeit bei Kindern schnell negativ auswirken.

Risiko für Dosierfehler bei Löffel doppelt so groß

Laut einer US-Studie ist das Risiko für Dosierfehler doppelt so groß, wenn Eltern einen Löffel verwenden und sich nicht an Millimeterangaben orientieren. Die Wissenschaftler hatten 287 Eltern beobachtet, die mit ihren Kindern zur Klinikambulanz gekommen waren und ein Rezept für flüssige Arzneimittel erhielten. Insgesamt waren demnach Irrtümer bei der Medikamentengabe häufig – sie lagen bei 39,4 Prozent.  

„Dosierhilfe‐Messbecher aus der Apotheke oder solche, die flüssiger Arznei beigelegt sind, eigenen sich besser, um einem Kind die richtige Menge zu verabreichen. Zur Sicherheit kann der Apotheker die vom Arzt verordnete Menge noch einmal auf die Packung der Arznei schreiben“, so Niehaus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.10.2014
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Bei flüssiger Arznei Millimeterangaben verwenden
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