Ernährung bei Zöliakie

Zöliakiepatienten müssen auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten – das erfordert meist eine Ernährungsumstellung. Worauf dabei zu achten ist.

Frau isst einen Apfel © iStock
(Stuttgart – 11.01.2017) Wer an Zöliakie leidet, muss strikt auf glutenhaltige Produkte verzichten. Denn selbst kleinste Mengen des Klebereiweißes Gluten verursachen bei Betroffenen Entzündungen des Dünndarms mit zum Teil schwerwiegenden Langzeitfolgen. Die notwendige Ernährungsumstellung fällt jedoch nicht immer leicht – und führt oftmals zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Nährstoffmangel.

Zu natürlich glutenfreien Lebensmitteln greifen

Pasta, Weizenbrötchen, Pizzateig: In Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen oder Gerste ist Gluten enthalten und damit auch in den meisten herkömmlichen Back- und Teigwaren. Zudem versteckt sich das Klebereiweiß in vielen Fertiggerichten, Saucen und Süßigkeiten. Zöliakiepatienten, bei denen Gluten Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Müdigkeit verursacht, müssen auf diese Lebensmittel strikt verzichten. Damit die Ernährungsumstellung auf gesunde Weise gelingt und der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, sollten sie vornehmlich zu natürlich glutenfreie Lebensmittel wie Hirse, Quinoa, Amaranth, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst greifen.

Glutenfreie Fertiggerichte enthalten hingegen oft viel Zucker, Fett und Kalorien, um die durch das fehlende Klebereiweiß verursachte trockene Konsistenz auszugleichen. „Sie verfügen zudem oft über einen geringeren Anteil an sättigenden Ballaststoffen, wodurch mehr davon gegessen wird“, erklärt Bianca Maurer von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG). „Es ist daher gar nicht so selten, dass  Zöliakiepatienten bei der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung zunehmen.“

Fünfmal täglich Gemüse und Obst

Mindestens fünfmal am Tag sollten Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen. „Brokkoli, Paprika, Karotten, Bananen und unverarbeitete Nusssorten sind von Natur aus glutenfrei und enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe sowie viele Ballaststoffe“, so die Expertin. Gut geeignet bei Glutenunverträglichkeit sind außerdem fettarme Milchprodukte. Wer sie regelmäßig verzehrt, sorgt damit für ein ausreichend Kalzium.

Viele Zöliakiebetroffene leiden bedingt durch frühere Schädigungen an der Darmschleimhaut unter Eisenmangel. Um diesen mit der Zeit wieder auszugleichen, genügt es, zwei- bis dreimal die Woche Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Wurst zu essen. Vegetarier können auf pflanzliches Eisen aus Hirse, Hülsenfrüchten, grünem Blattgemüse oder Kernen – in Kombination mit Vitamin-C-haltigem Gemüse oder Obst zur besseren Aufnahme durch den Körper – zurückgreifen. „Auch mit Glutenunverträglichkeit kann man sich ausgewogen und lecker ernähren“, sagt Maurer. „Zu Beginn der Ernährungsumstellung ist jedoch der Besuch bei einer Ernährungsberatung empfehlenswert. Hier erfahren Betroffene, welche Lebensmittel besonders gut für sie geeignet sind und wie sie diese gesund zubereiten können.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG): Ausgewogene Ernährung trotz Zöliakie?
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