Hilfe bei Reizdarm

Reizmagen und Reizdarm führen unter anderem zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Sodbrennen. Wie Sie diese lindern können.

Frau hat Bauchschmerzen © iStock
(Bonn – 14.12.2016) Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Verdauungsstörungen können immer mal auftreten. Halten die Beschwerden aber über Wochen oder Monate an, so steckt möglicherweise eine funktionelle Magen-Darm-Erkrankung dahinter. Jeder vierte Deutsche leidet daran – Frauen häufiger als Männer. Entspannung, angepasste Koch- und Essgewohnheiten sowie die geschickte Kombination pflanzlicher Wirkstoffe können helfen.

Lang anhaltende Beschwerden vom Arzt abklären lassen

Wer immer wieder und über einen längeren Zeitraum an Beschwerden im Magen-Darm-Bereich leidet, sollte diese vom Arzt abklären lassen. Möglicherweise handelt es sich um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, eine Entzündung oder ein Geschwür. Häufig können solche organischen Ursachen jedoch ausgeschlossen werden. Treten dennoch über mindestens zwölf Wochen innerhalb eines halben Jahres durchgehend Symptome auf, so heißt die Diagnose „funktionelle Magen-Darm-Erkrankung“. Je nach Hauptbeschwerdebild spricht man auch von „Reizmagen“ oder „Reizdarm“. Die Erkrankung ist zwar nicht bedrohlich, erzeugt aber einen hohen Leidensdruck und führt oftmals zu weiteren Symptomen wie Schlafstörungen, Kopf- oder Rückenschmerzen.

Die Ursache ist meist eine Kombination aus überempfindlichen Magennerven, unregelmäßigen Bewegungen der Magen- oder Darmmuskulatur und einer übersteigerten Produktion von Magensäure. Mitunter kommt eine Entzündung der Magenschleimhaut hinzu – etwa infolge einer Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Auch psychischer Stress kann die Beschwerden auslösen oder verstärken. Ob falsche Ernährung eine Rolle spielt, ist nicht geklärt. Es lohnt sich aber, bei anhaltenden Beschwerden mehr Ruhe in den Alltag zu bringen und die Essgewohnheiten anzupassen.

So können Sie Magen und Darm Gutes tun

Magen und Darm lieben regelmäßige Mahlzeiten und Ruhe beim Essen. Ausgiebiges Kauen erleichtert dem Magen seine Arbeit und beugt Blähungen vor. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, stark blähende Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte sowie magenreizende Speisen und Getränke wie Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze und fettreiche Gerichte zu meiden. Wer gern kocht, sollte sich Gewürze zunutze machen, die die Bekömmlichkeit des Essens verbessern – zum Beispiel Anis, Ingwer, Kreuzkümmel oder Koriander.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, so können magen- und darmregulierende Pflanzenextrakte helfen. Die Natur hält eine Reihe von Wirkstoffen parat, die in geeigneter Kombination an den verschiedenen Magenfunktionen gleichzeitig ansetzen: Sie beruhigen überempfindliche Magennerven, bringen die Magenmuskulatur ins Gleichgewicht, regulieren die Produktion der Magensäure, entkrampfen und wirken entzündungshemmend. Zur Therapie hat sich eine Wirkstoffkombination aus Heilpflanzen wie Kamille, Minze, Kümmel, Angelika, Süßholzwurzel, Bitterer Schleifenblume, Mariendistel und Schöllkraut bewährt. Bei Infektionen mit dem Magenkeim Helicobacter pylori ist ein Antibiotikum notwendig. Um Magengeschwüren vorzubeugen, sollten Betroffene die Therapie konsequent bis zur kompletten Abheilung durchführen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.12.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Seniorenliga: Jeder vierte Deutsche leidet an Reizmagen oder Reizdarm
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