Männer sind Vorsorgemuffel
Im Gegensatz zu Frauen meiden die meisten Männer Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Dabei kann der Krebs-Check Leben retten: Rechtzeitig erkannt, ist beispielsweise Prostatakrebs sehr gut heilbar.
© Shutterstock
(München – 22.06.2011) Nur jeder vierte Mann über 45 Jahren war im vergangenen Jahr bei der Krebsfrüherkennung. Ab diesem Alter haben Männer Anspruch auf die jährliche Untersuchung, die von den Krankenkassen bezahlt wird. Dagegen lassen sich immerhin sechs von zehn Frauen regelmäßig durchchecken. Das ergab eine Auswertung der Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK). Hierfür hat die Krankenkasse die Daten der knapp drei Millionen Frauen über 20 und der fast 1,7 Millionen Männer über 45 Jahren ausgewertet, die im Jahr 2010 bei der TK versichert waren. Frauen können ab dem 20. Lebensjahr einmal pro Jahr zur kostenlosen Untersuchung bei ihrem Frauenarzt gehen.
Im Auftrag der TK hat außerdem das Meinungsforschungsinstitut Forsa Männer nach den Gründen gefragt, aus denen sie die Krebsfrüherkennung meiden. Das Ergebnis: 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Knapp 39 Prozent der Männer meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen auseinandersetzen möchte oder sich noch keine Gedanken über die Möglichkeiten der Früherkennung gemacht hat (29 Prozent).
Im Auftrag der TK hat außerdem das Meinungsforschungsinstitut Forsa Männer nach den Gründen gefragt, aus denen sie die Krebsfrüherkennung meiden. Das Ergebnis: 61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nur zum Arzt gehen, wenn sie wirklich krank sind. Knapp 39 Prozent der Männer meiden die Untersuchung, weil sie ihnen unangenehm ist. Und fast jeder Dritte sagte, dass er sich nicht mit schlimmen Erkrankungen auseinandersetzen möchte oder sich noch keine Gedanken über die Möglichkeiten der Früherkennung gemacht hat (29 Prozent).
Wertvolle Früherkennung
Dabei kann der Krebs-Check Leben retten: Bei Männern untersucht der Arzt neben der Haut und den äußeren Genitalien vor allem die Prostata. Mit rund 65.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Über 12.000 von ihnen sterben daran. Und gerade bei Prostatakrebs lohnt sich die Früherkennung: „Wenn der Tumor bei der Krebs-Früherkennung in einem frühen Stadium entdeckt wird, sind die Heilungschancen sehr gut“, sagt Maria Schwormstedt, Ärztin bei der TK. Wer das Angebot der Früherkennungsuntersuchung in Anspruch nehmen will, sollte sich mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen.




