Therapieentscheidung bei Prostatakrebs: ein Online-Tool hilft

Diagnose Prostatakrebs – welche Therapie ist nun die richtige? Ein interaktives Online-Tool soll diese Entscheidung erleichtern. Derzeit wird der Nutzen der Online-Entscheidungshilfe ausgewertet. Erste Zwischenergebnisse zeigen vielversprechende Effekte.

Alter Mann mit Laptop © iStock
(Berlin – 30.10.2019) Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. stellt Betroffenen von Prostatakrebs eine Online-Entscheidungshilfe zur Verfügung, die ihnen die Therapieentscheidung erleichtern soll. In den letzten drei Jahren haben bereits über 8.000 neu betroffene Männer die Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs genutzt, pro Woche kommen 60 neue hinzu.

Prostatakrebs Beratungsgespräch vorbereiten und erleichtern

Durch das interaktive Online-Tool lässt sich das Beratungsgespräch beim nicht metastasierten Prostatakarzinom für den Patienten und seinen Urologen standardisiert vorbereiten und erleichtern. Die Entscheidungshilfe Prostatakrebs wird aktuell in der randomisierten EvEnt-PCA-Studie mit der gedruckten Broschüre aus dem Leitlinienprogramm Onkologie als aktuellem Standard verglichen.

Studie: Online-Tool oder Broschüre

Bislang konnten 86 Studienzentren deutschlandweit 445 Patienten rekrutieren. Das entspricht 37 Prozent der geplanten 1200 Patienten. Das Studiendesign ist bewusst einfach gehalten und der Studienablauf fügt sich problemlos in die Routineversorgung ein. Die Patienten werden zufällig ausgewählt entweder die Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs oder eine gedruckte Broschüre zu nutzen. Ziel der Studie ist, den möglichen Nutzen der multimedialen Patienteninformation mit Level I-Evidenz zu belegen. Darauf könnte eine Leitlinienempfehlung aufbauen und so diesen Standard in der künftigen Versorgung fest verankern.

Therapieentscheidung bei Prostatakrebs: Nutzen der Online-Entscheidungshilfe

Erste Zwischenergebnisse zeigen vielversprechende Effekte der Online-Entscheidungshilfe Prostatakrebs: Nach Nutzung der Entscheidungshilfe Prostatakrebs wurden der eigene Gesundheitszustand und die Lebensqualität besser bewertet. Außerdem sucht ein höherer Anteil der Nutzer der Entscheidungshilfe Prostatakrebs eine zweite Meinung. Bei den Behandlungsentscheidungen zeichnet sich eine leichte Tendenz zum stärkeren Einsatz der aktiven Überwachung ab.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.10.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. vom 23. Oktober: Entscheidungshilfe Prostatakrebs auf 71. DGU-Kongress prämiert: Evaluationsstudie noch bis Ende 2019 für neue urologische Praxen und Kliniken offen
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