Hautkrebs – immer mehr Menschen betroffen

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs, zeigen aktuelle Daten einer deutschen Krankenversicherung. Wie Sie sich schützen können.

Frau mit Sonnenmilch © iStock
(Hannover – 01.07.2019) Sommerzeit ist Sonnenzeit. Doch wer meint, er beugt Hautkrebs vor, indem er einen Sonnenbrand vermeidet, der irrt. Denn laut Experten steigt das Krebsrisiko durch die ultraviolette Strahlung der Sonne schon lange bevor die Haut sichtbar verbrannt ist.

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs

Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten ‒ mit steigender Tendenz, wie aktuelle Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen. So nahm die Zahl der Patienten in Deutschland, die zwischen 2007 und 2017 an Hautkrebs erkrankt sind, enorm zu: beim gefährlichen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) um 87 Prozent, beim besser zu therapierenden weißen Hautkrebs (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) um 145 Prozent. Am höchsten ist die Steigerungsrate beim schwarzen Hautkrebs im bundesweiten Vergleich im Saarland (138 Prozent), gefolgt von Sachsen (133 Prozent), beim weißen Hautkrebs in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen (312 Prozent), Thüringen (222 Prozent) sowie Brandenburg (205 Prozent).
Grafik Hautkrebs © KKH Kaufmännische Krankenkasse

Regelmäßiges Hautkrebsscreening

Der Mensch braucht das Licht und die Wärme der Sonne. Sonnenlicht stärkt das Immunsystem, fördert die geistige Leistungsfähigkeit, steigert den Antrieb und wirkt stimmungsaufhellend. Doch das UV-Licht der Sonne ist mit Vorsicht zu genießen, denn es zählt zu den Hauptauslösern für Hautkrebs. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, bei Frauen wie Männern ab 45 Jahren. Für gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr übernehmen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten für das Hautkrebsscreening. Besonders Risikopatienten sollten regelmäßig ein Hautkrebsscreening durchführen lassen. Dazu zählen Personen mit einem sehr hellen Hauttyp, mit vielen Muttermalen oder familiärer Vorbelastung.

Tipps für gesundes Sonnenbaden

Den besten Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne bieten leichte Hose, Hemd und Hut sowie Sonnenschutz an den unbedeckten Hautpartien. Wer dennoch in Bikini oder Badehose Sonnenbaden möchte, sollte Folgendes beachten:

  • Reichlich Sonnenmilch mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie UV-A- und UV-B-Filter eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auftragen – insbesondere auch an Nase, Ohren, Fußrücken, Schultern und Nacken.
  • Regelmäßiges Nachcremen vor allem nach dem Baden nicht vergessen. Das gilt auch für wasserfeste Sonnenschutzmittel.
  • Mittagssonne meiden
  • Auch bei bewölktem Himmel auf Sonnenschutz achten, denn bis zu 90 Prozent der gefährlichen UV-Strahlung dringen durch die Wolkendecke.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.07.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der KKH Kaufmännische Krankenkasse vom 12. Juni 2019: Risiko Hautkrebs! Immer mehr Menschen betroffen. KKH: Kleidung ist der beste Sonnenschutz
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