Nicht zu heiß trinken

Die WHO gibt bei Kaffee Entwarnung: Er erhöht das Krebsrisiko nicht – allerdings nur, wenn Sie ihn nicht zu heiß trinken.

Frau trinkt Kaffee © Thinkstock
(Lyon – 17.06.2016) Die WHO-Krebsforschungsagentur IARC hat die Gesundheitsgefahr von Kaffee neu bewertet. Bekam das Getränk im Jahr 1991 noch die Bewertung „möglicherweise krebserregend“ (Blasenkrebs), wurde es von der Agentur nun in die Kategorie 3 „nicht einzustufen“ einsortiert. Für ihre Einstufung wertete eine Arbeitsgruppe mehr als 1.000 Studien aus.

Kaffee nicht zu heiß trinken

Eine vollständige Entwarnung geben die Experten jedoch nicht: Zu heiß sollten Sie Ihre Getränke nicht trinken. Denn bei „sehr heißen Getränken“ warnt die IARC vor einem erhöhten Risiko für Speiseröhrenkrebs – und stuft sie als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Doch was bedeutet „sehr heiß“? Die Krebsforschungsagentur spricht in diesem Zusammenhang von Getränken, die heißer als 65 Grad sind.

Rauchen und Alkohol sind die Hauptursachen für Speiseröhrenkrebs – vor allem in einkommensstarken Ländern“, sagt IARC-Direktor Dr. Christopher Wild. „Dennoch tritt die Mehrheit der Speiseröhrenkrebsfälle in Teilen Asiens, Südamerika und Ostafrika auf, wo Getränke in der Regel sehr heiß getrunken werden und wo die Gründe für das hohe Auftreten von Krebs noch nicht so gut verstanden ist.“

Keine Aussage, wie stark das Risiko steigt

Bitte beachten Sie: Die IARC gibt hier lediglich eine Einschätzung ab, wie gut eine Gesundheitsgefährdung wissenschaftlich belegt ist. Darüber, wie stark das Risiko für Speiseröhrenkrebs durch das Trinken heißer Getränke steigt, sagt dieses Ergebnis jedoch nichts aus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.06.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: International Agency for Research on Cancer (IARC): IARC Monographs evaluate drinking coffee, maté, and hot beverages
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung