Krebs in Deutschland

Der Bericht „Krebs in Deutschland“ zeigt Positives: Obwohl unsere Gesellschaft immer älter wird, steigt die Zahl der Krebserkrankungen nicht an.

Frau hat Krebs © Thinkstock
(Berlin – 18.12.2015) Im Jahr 2012 sind in Deutschland 252.060 Männer und 225.890 Frauen an Krebs erkrankt. Das zeigt die aktuelle Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut (RKI), die gerade im Bericht „Krebs in Deutschland“ veröffentlich wurde. „Krebserkrankungen haben nach wie vor einen sehr hohen Anteil an der Krankheitslast in Deutschland. Doch es lassen sich auch positive Entwicklungen erkennen“, sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.  

So zeigen die aktuellen Auswertungen der Daten aus den epidemiologischen Krebsregistern bis zum Jahr 2012, dass sich für die zurückliegenden fünf Jahre eher eine Stagnation der Erkrankungszahlen abzeichnet. Dieser Trend ist erkennbar, obwohl die Anzahl älterer Menschen in unserer Bevölkerung weiter zunimmt. In den vergangenen Jahrzehnten war die alternde Gesellschaft die wesentliche Ursache für die Zunahme von Krebserkrankungen. „Das ist insgesamt eine erfreuliche Entwicklung“, so Wieler.

Vor allem Zahlen bei Darmkrebs rückläufig

Die aktuelle Entwicklung wird maßgeblich beeinflusst durch die rückläufigen Trends bei einigen der häufigsten Krebserkrankungen. Vor allem die Zahlen beim Darmkrebs sind zuletzt bei beiden Geschlechtern rückläufig – wahrscheinlich auch ein Ergebnis der 2003 eingeführten Darmspiegelung (Koloskopie) zur Früherkennung ab dem Alter von 55 Jahren, bei der Frühstadien einer Darmkrebserkrankung erkannt und rechtzeitig behandelt werden können.  

Insgesamt kann man jedoch nicht von einer Trendwende sprechen, für einige Tumorarten muss weiterhin eher von steigenden Zahlen ausgegangen werden. Dazu gehören auch einige besonders gefährliche Krebsformen, wie Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs.  

Die häufigsten Krebserkrankungen sind bei den Männern nach wie vor Prostatakrebs (63.710 Neuerkrankungen im Jahr 2012), Lungenkrebs (34.490) und Darmkrebs (33.740). Frauen sind am häufigsten von Tumoren der Brustdrüse (69.550), des Darmkrebs (28.490) und der Lungenkrebs (18.030) betroffen.

Konsequenzen unterscheiden sich je nach Krebsart erheblich

Die Prognosezahlen zeigen, dass für das Jahr 2016 insgesamt mit rund 500.000 neuen Krebserkrankungen zu rechnen ist. Dabei unterscheiden sich die Konsequenzen für die Betroffenen je nach Krebsart erheblich: Während beispielsweise die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr schlecht ist, sind einige Erkrankungen wie Hodenkrebs so gut behandelbar, dass sie für die Betroffenen in der Regel nicht mit Einschränkungen ihrer Lebenserwartung verbunden sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.12.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts: Neue Daten zu Krebs in Deutschland
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