Hoch hinaus, aber richtig – Tipps für eine gesunde Wanderung

Wandern tut dem Rücken gut – vorausgesetzt Sie beachten ein paar grundlegende Dinge. Drei Tipps für Ihre nächste Wanderung. 

Zwei Frauen wandern © iStock
(Bremervörde – 12.08.2019) Die Sommerzeit hat begonnen und die Temperaturen laden zu ausgedehnten Wanderungen ein. Viele Menschen zieht es deshalb raus aus der Stadt ins Grüne. Und das nicht ohne Grund: Bewegung in der Natur tut gut. Frische Luft und pflanzliches Grün aktivieren nicht nur wichtige Körperfunktionen. Auch das Selbstwertgefühl steigt, Entspannung setzt ein und die Laune hebt sich. Nach viel Sitzen unter der Woche freut sich besonders der Rücken über die wohltuende Bewegung – Verspannungen können gelöst und Schmerzen vorgebeugt werden. Doch wer einen Ausflug in luftige Höhen plant, sollte ein paar Hinweise beachten.

Tipp 1: Geeignete Ausrüstung wählen

Eine Wanderung kann oft mehrere Stunden dauern und die Füße ganz schön fordern. Entscheidend für eine entspannte Wanderung ist daher vor allem das richtige Schuhwerk. Im Schuhgeschäft sollten Sie Schuhe vor dem Kauf unbedingt ausgiebig testen. Passt der Schuh zur Fußform? Gibt es Scheuerstellen und sind die Schuhe wasserabweisend? Da ein langer Marsch auch schweißtreibend ist, sollte auf ein atmungsaktives Material geachtet werden. Auch wenn Wanderwege für die Füße angenehmer sind als harter Asphalt, müssen die Gelenke beim Wandern Stoß- und Stauchbelastungen abfedern, unwegsames Gelände bestreiten und Bodenunebenheiten ausgleichen. „Die Schuhe sollten deshalb über eine gute Dämpfung verfügen, die natürliche Bewegungsabfolge beim Gehen unterstützen und eine gute Passform haben“, sagt Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken e.V. 

Letztlich ist immer die Funktionalität entscheidend – auch bei der Wahl von Regenjacke oder Wanderrucksack. Das Wetter sollte in den Bergen nicht unterschätzt werden, denn es kann schnell umschlagen. Außerdem ist in den Bergen die Sonnenstrahlung intensiver und die Haut kann schneller verbrennen. Eine geeignete Kopfbedeckung und ausreichend Sonnencreme sind deshalb unerlässlich.

Tipp 2: Den Rücken nicht unnötig belasten

Steht ein Tagesausflug an, wird der Wanderrucksack oftmals voll beladen. Ratsam ist es hier, ein Modell mit Brust- und Beckengurt zu wählen. Richtig fixiert wird dann das meiste Gewicht vom Beckenkamm getragen und der Rücken entlastet. Beim Bepacken der Tasche ist es außerdem wichtig, schweren Proviant möglichst nah am Rücken zu platzieren. Grundsätzlich gilt: Immer nur das Nötigste mit auf den Weg nehmen.

Tipp 3: Ziele nicht zu hoch stecken

Oft geht es beim Wandern darum den Gipfel zu erklimmen. Doch bei der Wahl der Strecke sollte man immer die individuelle Leistungsfähigkeit berücksichtigen. Andernfalls wird der Körper überlastet – Rückenschmerzen und Verletzungen können die Folge sein. Sinnvoll ist es, sich vorab über Streckenverläufe und die entsprechenden Anforderungen zu informieren, um die eigene Kondition nicht überzustrapazieren. Besonders Einsteiger sollten zum Start einfache Routen wählen und langsam starten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.08.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Aktion Gesunder Rücken e. V. vom 07. Mai 2019: Hoch hinaus, aber richtig - 3 Tipps für die nächste Wanderung