Radfahren für einen starken Rücken

Fahrradfahren hat viele positive Auswirkungen – auch auf den Rücken, denn es stärkt die Rückenmuskulatur. Um Schmerzen vorzubeugen, sollte man das Fahrrad richtig einstellen und auf die Sitzposition achten.

Paar fährt Fahrrad. © iStock
(Bremervörde – 22.05.2018) Bewegung an der frischen Luft füllt die Vitamin-D-Speicher auf, versorgt den Körper mit Sauerstoff und hebt die Stimmung. Vor allem Radfahren ist in den warmen Monaten beliebt.

Radfahren und seine positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Drei Viertel der Deutschen besitzen ein Rad und nutzen es aktiv im Alltag. Laut der Aktion gesunder Rücken (AGR) e. V. fahren 38 Prozent mehrmals die Woche bis täglich Rad. Untersuchungen zeigen, dass die Krankheitstage von Pendlern, die täglich das Fahrrad  nutzen, um ein Drittel geringer sind als bei Pendlern, die auf anderem Weg zur Arbeit gelangen. Auch der Rücken profitiert vom Fahrradfahren. „Entscheidend ist allerdings, dass Rad und Fahrer optimal zusammen passen“, so Tanja Cordes von der Aktion Gesunder Rücken e.V..

So fahren Sie rückenschonend

Um Fehlbelastungen und Schmerzen beim Radfahren zu verhindern, sollte man das Rad auf die individuellen körperlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse des Radlers anpassen.

Sitzhöhe: Eine rückenschonende Sitzhöhe ist, wenn die Beine beim Treten leicht angewinkelt sind. Ist der Sattel zu hoch eingestellt, kippt das Becken zur Seite und die Lendenwirbelsäule wird belastet. Ein zu niedrig positionierter Sattel strapaziert die Knie.

Sitzhaltung: Wer den Rücken beim Radfahren entlasten möchte, sollte auf eine aufrechte, leicht nach vorn geneigte Sitzhaltung achten. Wer sich zu weit nach vorne beugt, riskiert eine Überstreckung der Halswirbelsäule sowie eine Überlastung der Handgelenke.

Lenkereinstellung: Der Lenker ist optimal eingestellt, wenn die Arme leicht angewinkelt und die Handgelenke nicht abgeknickt sind.

E-Bikes für zusätzliche Energie

Wer lange Strecken zurücklegt oder gesundheitlich eingeschränkt ist, für den sind E-Bikes eine gute Alternative. Denn sie besitzen einen elektrischen Motor, der für zusätzlichen Antrieb sorgt. „Selbst weite Strecken und Steigungen können mit einem E-Bike mühelos zurückgelegt werden“, sagt Tanja Cordes.

Eine Alternative zum Rad: Stepper-Fahrrad

Wer aus gesundheitlichen Gründen auf das Sitzen beim Radfahren verzichten muss, kann ein Stepper-Fahrrad nutzen. Das sieht aus wie ein Fahrrad ohne Sattel und wird im Stehen gefahren. Der Antrieb kommt durch Pedale, die der Radler unabhängig voneinander auf- und abwärts bewegt. Dadurch bleibt der Oberkörper aufrecht und ist ständig in Bewegung, um das Gleichgewicht zu halten. Das trainiert tiefliegende Muskeln im Bereich der Wirbelsäule, die von großer Bedeutung für einen gesunden, schmerzfreien Rücken sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.05.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung von HNOnet NRW eG. Nasenbluten: harmloser Fluss? Vor allem im Alter ärztliche Abklärung wichtig.