Tipps für rückenschonende Gartenarbeit

Gartenarbeit ist entspannend, geht aber auch auf Rücken und Knie. Tipps, wie Sie beim Pflanzen, Säen und Jäten Knie- und Rückenschmerzen vermeiden.

Frau bei der Gartenarbeit © iStock
(Köln – 08.03.2017) Spätestens jetzt im März beginnt für die meisten Gärtner wieder die Saison: Pflanzen und säen, Hecken schneiden, Moos aus dem Rasen entfernen. An sich eine gesunde Sache, die Bewegung an der frischen Frühlingsluft. Leider bringt sie aber oft auch Knie- und Rückenschmerzen mit sich. Das muss nicht sein: Die richtige Haltung und passende Gartengeräte können Schmerzen vermeiden. Wir haben hilfreiche Tipps für eine rückenfreundliche Gartenarbeit für Sie.

Rücken gerade halten und Position wechseln

„Rücken immer gerade halten und regelmäßig die Position wechseln“, so lauten die beiden wichtigsten Ratschläge von Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. Denn eine gekrümmte Haltung – etwa beim Unkrautjäten – führt dazu, dass manche Muskeln übermäßig belastet werden, andere dagegen zu wenig. Die Folge sind schmerzhafte Verspannungen. Es ist deshalb wichtig, mit geradem Rücken in die Knie zu gehen. Wechseln Sie dabei zwischen Arbeiten in der Hocke und auf den Knien ab. Gärtner sollten auch regelmäßig aufstehen und sich strecken. Das lockert die Muskulatur.

Wer bei der anstrengenden Gartenarbeit schwitzt, fängt sich schnell einen Hexenschuss ein. Denn trifft ein meist noch kühler Frühlingswind auf den verschwitzten Rücken, verspannt sich die Muskulatur so stark, dass sie blockieren kann. Der Betroffene kann sich kaum oder gar nicht mehr aufrecht bewegen. Dr. Reuter empfiehlt daher für die Gartenarbeit das Zwiebelprinzip: Lieber eine Schicht nach der anderen ausziehen als verschwitzt im Beet zu sitzen.

Auch das Tragen schwerer Gegenstände wie Säcke mit Blumenerde oder Dünger ist eine schwere Belastung für den Rücken, denn das Gewicht drückt auf die Bandscheiben. Daher sollten Sie auch hier auf einen geraden Rücken achten. Außerdem gilt: „Nichts tragen, was sich zum Beispiel in einem Schubkarren oder auf einem Rollbrett transportieren lässt“, so der Experte. Verwenden Sie anstatt einer großen schwerer Gießkanne lieber zwei kleinere. Gehen Sie zudem immer zuerst in die Knie und heben Sie erst dann einen schweren Gegenstand hoch. So entlastet die Muskulatur der Oberschenkel den Rücken.

Rückenfreundliche Gartengeräte benutzen

Der Ratschlag „gerader Rücken“ lässt sich auch gut mithilfe von Gartengeräten mit langen Griffen oder Teleskopstielen umsetzen. Selbst das Unkrautjäten im Blumenbeet lässt sich dann aufrecht erledigen. Dabei sollten Gärtner auf leichtes Material achten. Ein weiterer Tipp: Bei einem Spaten lieber ein kleineres Spatenblatt nehmen als ein sehr großes. Letzteres hilft zwar, besonders viel, aber dadurch auch schweres Material wie Erde oder Steine zu bewegen. Bei einigen Gartenarbeiten wie dem Einpflanzen kann der Gärtner das Knien im Beet allerdings schwer vermeiden. Hier können Kniekissen helfen, Kniescheibe, Meniskus und Schleimbeutel zu entlasten. Um Schmerzen vorzubeugen, sollten Sie aber auch Pausen nicht vergessen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.03.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der DKV Deutsche Krankenversicherung: Unkraut jäten ohne Hexenschuss
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