Rheuma bei Schuppenflechte

Einige Patienten mit Schuppenflechte leiden auch an Arthritis. Oft bleibt diese jedoch unerkannt – dabei wäre eine frühe Therapie wichtig.

Frau hat Knieschmerzen © Thinkstock
(Wiesbaden/Mannheim – 29.03.2016) Bis zu zehn Prozent aller Menschen mit Schuppenflechte entwickeln schmerzhafte Schwellungen an einem oder mehreren Gelenken – die sogenannte Psoriasis-Arthritis. „Das Gelenk wird – wie bei der rheumatoiden Arthritis – ohne Behandlung langfristig zerstört“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Märker-Hermann, Direktorin der Klinik Innere Medizin IV: Rheumatologie, Klinische Immunologie, Nephrologie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden. Dennoch bleibt die Krankheit häufig unerkannt. Dabei ist sie gut behandelbar: „Wird frühzeitig mit der Medikamentengabe begonnen, können viele Patienten ein schmerzfreies Leben führen“, so die Expertin.

Die Gene spielen eine wichtige Rolle

Genetische Faktoren spielen bei der Schuppenflechte und der Psoriasis-Arthritis eine entscheidende Rolle. Jährlich werden in großen internationalen Studien neue Gene gefunden, die Einfluss auf immunologische Abwehrreaktionen der Haut und auf Entzündungsvorgänge im Körper nehmen. „Wir haben gelernt, dass Ärzte – vor allem Dermatologen und Rheumatologen – und Patienten bei einer Schuppenflechte immer auch rheumatische Gelenkentzündungen in Betracht ziehen müssen, um rechtzeitig reagieren zu können“, sagt Prof. Märker-Hermann. Damit kann den Patienten eine Doppelbelastung durch Haut- und Gelenkbeschwerden erspart bleiben. Die eingesetzten Medikamente wirken sich zudem positiv sowohl auf die rheumatischen Beschwerden als auch auf die Schuppenflechte aus.

Medikamente für Haut und Gelenke

In der Regel verschreiben Ärzte bei einer Psoriasis-Arthritis Rheuma-„Basis“-Medikamente – beispielsweise immunologisch wirksame Medikamente wie Methotrexat, Sulfasalazin und Leflunomid. Sehr gut wirksam sind Biologika, die den Botenstoff TNF-alpha hemmen. Zudem sind in den vergangenen Monaten neue Medikamente zur Therapie der Haut und der Gelenke zugelassen worden. Aufgrund ihrer Wirkung auf das Immunsystem und möglicher Nebenwirkungen müssen die Patienten jedoch gut aufgeklärt werden. „Die Therapie darf wegen möglicher Nebenwirkungen nur unter engmaschiger Betreuung durchgeführt werden“, so Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. „Ziel ist ein maximaler Gelenkschutz bei minimalen Risiken und Nebenwirkungen.“
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.03.2016
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin: Frühzeitige Behandlung hilft vielen Patienten: Häufig unerkannt – Rheuma bei Schuppenflechte
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