Reisen mit Rheuma

Wer unter einer rheumatischen Erkrankung leidet und reisen möchte, sollte seinen Urlaub genau planen. Worauf Sie achten sollten.

Seniorenpaar im Urlaub © Thinkstock
(Bonn – 27.07.2015) Auch Menschen, die unter einer rheumatischen Erkrankung leiden, können reisen – nur bedarf es bei ihnen einer besonders genauen Urlaubsplanung. Bei der Wahl des Hotels sollten sich Betroffene erkundigen, wie es um die Barrierefreiheit steht. Gibt es eine ebenerdige Dusche im Zimmer? Sind die Zugänge zu allen Räumen stufenlos oder mit Fahrstuhl erreichbar? Lassen sich die Türen auch mit rheumakranken Händen öffnen?

„Fragen Sie ruhig auch nach der Matratze und wie hoch das Bett ist“, rät Christel Kalesse von der Deutschen Rheuma-Liga, die trotz rheumatoider Arthritis schon viele Länder bereist hat. „Mit einer Hüftarthrose oder kaputten Knien kommt man aus einem allzu niedrigen Bett alleine kaum noch hoch.“

Flugzeug oder Bahn?

Problematisch sind Flugreisen, wenn man mehr Bewegungsfreiraum braucht. Platzreservierungen sind für bewegungseingeschränkte Personen am Notausgang nicht möglich, auch wenn dort größere Beinfreiheit herrscht. Die Deutsche Bahn bietet für Reisende mit Schwerbehindertenausweis einen Gepäckservice zum halben Preis und berät bei der Reiseplanung.

Medikamente mitnehmen

Ohne Medikamente geht es meist nicht. „Ich nehme sicherheitshalber immer eine größere Ration meiner täglichen Medikamente im Handgepäck mit – für den Fall, dass der Koffer verloren geht oder verspätet ankommt“, sagt Christel Kalesse. Präparate, die gekühlt werden müssen, kommen in eine Kühlbox. Bei Flugreisen sollte man sich erkundigen, welche Transportverpackungen erlaubt sind. Einige Länder akzeptieren zudem die Einfuhr von Opiaten nicht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.07.2015
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Rheuma-Liga: Urlaubsplanung mit Rheuma
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