Hohe Hacken: nicht zu oft

Ob High Heels oder Stiefel – Absätze liegen voll im Trend. Doch Experten warnen: Hohe Schuhe können zu Fehlstellungen führen, vor allem bei Jugendlichen.

High Heels © Thinkstock
(Mainz – 21.11.2012) Sie strecken optisch die Beine, machen ein paar Zentimeter größer und sind voll im Trend: Junge Mädchen lieben hohe Schuhe, ob als Stiefel oder Pumps. Und sie tragen sie am liebsten den ganzen Tag. Doch Experten warnen: „Der Dauergebrauch hoher Hacken ist extrem ungünstig für die Füße junger Mädchen, es drohen Fehlstellungen“, sagt Ulrich Betz, Einrichtungsleiter des Instituts für Physikalische Therapie, Rehabilitation und Prävention an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er ist zuständig für die dortige Fußschule.

Die Füße können sich verformen

Ob drei oder zehn Zentimeter Absatz: Mit steigender Höhe der Ferse wird der Vorfuß vermehrt belastet. „Besteht diese Gewichtsverlagerung dauerhaft, kann es zu einer Verbreiterung des vorderen Fußes, dem sogenannten Spreizfuß kommen“, erklärt Betz.  
Da die meisten hohen Schuhe vorne eher eng oder sogar spitz zulaufen, kann sich das doppelt ungünstig auf die Füße auswirken: „Während die Grundgelenke der Zehen durch den erhöhten Stand in die Breite gedrückt werden, presst der Schuh die Zehen eng zusammen“, so der Experte. Die Folge kann neben dem Spreizfuß eine Schiefstellung der Zehen sein.

Bindegewebe und Muskulatur bei Jugendlichen schwächer

Generell empfiehlt Betz allen Frauen, nur zu bestimmten Anlässen und in zeitlicher Begrenzung hohe Hacken zu tragen. Für junge Mädchen gilt diese Empfehlung ganz besonders: „Teenager haben noch ein weicheres Bindegewebe und eine schwächere Muskulatur. Dadurch entsteht eher eine Überlastung“, erklärt der Fachmann. Zur Schule und im Alltag sollten daher flache und bequeme Schuhe die erste Wahl sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.11.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cd
  • Quellen: dapd
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