Mit Rheuma beim Zahnarzt

Wer unter Rheuma leidet, sollte seinen Zahnarzt darüber informieren. Die Erkrankung kann die Behandlung in vielerlei Hinsicht erschweren.

Besteck beim Zahnarzt © Thinkstock
(Mainz – 16.09.2011) Viele Rheumatiker müssen Medikamente einnehmen, die das Immunsystem dämpfen. „Diese sogenannten Immunsuppressiva können nach zahnärztlichen Behandlungen die Entstehung von Zahnfleischwucherungen oder Wundheilungsstörungen herbeiführen“, warnt Prof. Brita Willershausen, Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde in Mainz.

Streng genommen wird nicht Rheuma, sondern in der Regel rheumatoide Arthritis mit entsprechenden Medikamenten behandelt. In jedem Fall ist es sehr wichtig, dass Betroffene mit dem behandelnden Arzt darüber sprechen, welche Arzneimittel sie einnehmen.

Den Zahnarzt informieren

Generell ist es wichtig, dass der Zahnarzt von der Rheumaerkrankung des Patienten weiß. „Nur so können individuell sinnvolle Therapie- und Behandlungsmaßnahmen gefunden werden“, erklärt Willershausen. Denn nicht nur die Immunsuppressiva, die Betroffene einnehmen, können zu Komplikationen bei der Zahnbehandlung führen.

Patienten mit starken Rheumabeschwerden haben unter Umständen Probleme, während der zahnärztlichen Behandlung den Mund weit geöffnet zu halten, sagt Zahnmedizinerin Willershausen. „Weiß der Zahnarzt davon, kann er dem Patienten zur Entlastung spezielle Beißkeile geben.“

Viele Rheumatiker haben zudem taschenförmige Zahnfleischverdickungen: „Diese können besonders bei einer professionellen Zahnreinigung oder systemischen Paradontalbehandlung Probleme bereiten“, erklärt Willershausen. Wurde der Zahnarzt vorher über die Erkrankung des Patienten informiert, kann er das Prozedere der Behandlung entsprechend anpassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.09.2011
  • Autor/in: vitanet.de-cg
  • Quellen: dapd
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