Keine Kinderkrankheit

Keuchhusten gilt als typische Kinderkrankheit. Doch auch Erwachsene können an dem hartnäckigen Husten erkranken – und sollten vorbeugen.

(München – 21.10.2011) Bei Kindern ist Keuchhusten (Pertussis) an den schweren Hustenattacken in der Nacht, der Atemnot und den typisch keuchenden Atemgeräuschen leicht zu erkennen. „Früher wurde Keuchhusten primär als Kinderkrankheit wahrgenommen“, sagt Anja Kwetkat, Internistin für Klinische Geriatrie und physikalische Therapie und Chefärztin an der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena. In den letzten Jahren erkranken immer mehr Erwachsene.

Erwachsene zeigen andere Symptome

Das Problem bei älteren Patienten: Die meisten wissen überhaupt nicht, dass sie an Keuchhusten leiden. Denn die Symptome unterschieden sich von denen bei Kindern und werden deswegen nicht selten mit anderen Atemwegserkrankungen verwechselt. „Keuchhusten bei Erwachsenen äußert sich eher wie eine Erkältung, aber mit hartnäckigem Husten, der über Wochen und Monate andauern kann“, sagt die Expertin. „Und es kann auch ebenso lange dauern, bis dann Keuchhusten diagnostiziert wird.“

Impfung im Erwachsenenalter

Gerade bei über 60-Jährigen kann das ständige Husten beispielsweise Leistenbrüche verschlimmern. „Seit 2009 wird deswegen empfohlen, sich einmal im Erwachsenenalter gegen Pertussis impfen zu lassen“, sagt Kwetkat. Wer einen hartnäckigen Husten über Wochen nicht loswird, soll unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.
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