Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus

Geschlossene Schulen, Homeoffice, Ausgangsbeschränkungen – das Coronavirus bestimmt den Alltag. Wie lange noch ist ungewiss. Und viele stellen sich die gleichen Fragen. Die Antworten und Tipps, wie Sie psychisch gesund bleiben.

Würfel mit Idee. © iStock
(Berlin – 31.03.2020) Die Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 breiten sich rasant aus. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen und wie Sie in dieser Zeit psychisch gesund bleiben.

Welche Symptome deuten auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin?

Die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste COVID-19-Erkrankung äußert sich nicht – wie viele andere Viruserkrankungen – mit klaren Symptomen. Vielmehr verlaufen die Krankheitsfälle „unspezifisch, vielfältig und variieren stark", wie das Robert Koch Institut schreibt. Das heißt, die Symptome reichen von leichten Krankheitserscheinungen – wie bei einer Erkältung – bis hin zu schweren Symptomen und Verläufen.

Häufige Symptome einer COVID-19-Infektion sind:
  • Fieber
  • Allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Husten, produktiv und unproduktiv
  • Ggf. mit Kurzatmigkeit
Gelegentlich treten auf:
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Schnupfen
  • Vorübergehender Durchfall
Selten:
  • Halsschmerzen
Derzeit berichten einige Forscher zudem, dass befragte Infizierte einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust beschreiben. Zum Beispiel konnten sie ihr Shampoo nicht mehr riechen und das Essen schmeckte fade.

Was sollte ich tun, wenn ich Symptome aufweise?

Wer nur leichte Symptome hat, sollte sich selbst isolieren. Das heißt: Bleiben Sie zuhause und meiden Sie den engen Kontakt zu anderen Menschen – halten Sie Abstand, mindestens 1,5, besser zwei Meter. Achten Sie zudem unbedingt auf eine gute Händehygiene und halten Sie die Husten- und Niesregeln ein.

Wann soll ich mich an einen Arzt wenden?

Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihr zuständiges Gesundheitsamt telefonisch oder per E-Mail oder rufen die Nummer Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116117 an, wenn Sie die oben genannten Symptome haben – auch wenn sie nur leicht sind – und zusätzlich:
  • Sie in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten hatten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde.
  • Vorerkrankungen bestehen oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.).
Wichtig:
Sollten die Beschwerden zunehmen, rufen Sie den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 an. In Notfällen – beispielsweise akuter Atemnot – wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Was tun, nach Kontakt mit einer infizierten Person?

Wenn Sie Kontakt mit einer nachgewiesen infizierten Person hatten, ist ein Test derzeit laut Robert Koch Institut nicht sinnvoll, wenn Sie gesund sind und keine Krankheitsanzeichen haben. Sollten Sie dennoch Bedenken haben, wenden Sie sich telefonisch oder per E-Mail an Ihren Hausarzt oder kontaktieren Sie die 116117. Auch ohne Krankheitssymptome gilt: Bleiben Sie zuhause, meiden Sie den engen Kontakt zu anderen Menschen – achten Sie auf einen Abstand von 1,5, besser zwei Metern und halten Sie die Regeln zur Händehygiene und die Husten- und Niesregeln ein.

Falls Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten und Krankheitsanzeichen aufweisen, sollten Sie sich testen lassen. Nehmen Sie dann bitte sofort Kontakt zu Ihrem zuständigen Gesundheitsamt auf. Es wird die diagnostische Abklärung in die Wege leiten und mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen.

Wie lange dauert es, bis man Symptome zeigt?

Nach derzeitigem Stand dauert es nach einer Ansteckung ein bis 14 Tage, bis Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese sogenannte Inkubationszeit fünf bis sechs Tage.

Wie bleibe ich psychisch gesund?

  • Positiv denken 
  • Machen Sie sich bewusst, dass diese Zeit vorbeigeht und nach und nach der Alltag zurückkehrt. Vielleicht gelingt es Ihnen sogar positive Dinge an Ihrer derzeitigen Situation zu erkennen. Konzentrieren Sie sich außerdem auf die Dinge, die Sie beeinflussen können, zum Beispiel, wie Sie Ihren aktuellen Alltag gestalten. Denken Sie weniger darüber nach, was Sie derzeit nicht tun können.
  • Tun Sie sich Gutes
  • Meditieren und Achtsamkeitsübungen helfen, um sich negativer Gedanken bewusst zu werden und bewusst abzuschalten. Kochen Sie sich Ihr Lieblingsessen, hören Sie schöne Musik oder nutzen Sie die Zeit, um etwas zu tun, das Sie sich schon lange vorgenommen haben.
  • Schmieden Sie Zukunftspläne
  • Denken Sie an die Zeit nach der Coronakrise. Was wollen Sie dann machen? Mit wem? Das schenkt Ihnen eine gedankliche Auszeit, macht Spaß und macht Ihnen bewusst, dass es neben dem Coronavirus auch weiterhin noch viele andere (positive) Themen gibt.
Gut zu wissen:
Gefühle von Angst, Aufregung oder Überforderung sind derzeit ganz normal. Oft hilft es, wenn Sie über Ihre Sorgen und Ängste mit Ihren Lieben sprechen oder Sie diese aufschreiben.
  • Tagesstruktur beibehalten
  • Behalten Sie Ihre Tagesstruktur bei. Stehen Sie zu den gewohnten Zeiten auf, arbeiten Sie, auch im Homeoffice, wie Sie es gewohnt sind und halten Ihre festen Pausen ein. Das gibt Ihnen Halt und Struktur.
  • Körperlich und geistig aktiv bleiben
  • Bleiben Sie aktiv! Gehen Sie nach draußen und treiben Sie, allein oder nur mit den Menschen, mit denen Sie zusammen wohnen, Sport oder gehen Sie spazieren. Und auch für Drinnen gibt es jede Menge Übungen, mit denen Sie fit bleiben.
Ebenso wichtig ist, es den Verstand zu beschäftigen. Machen Sie Denksport, lesen Sie ein Buch oder schreiben Sie.
  • Telefonieren, chatten oder machen Sie Videoanrufe
  • Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte aus der Distanz.Telefonieren, chatten, Videoanrufe sind ein wunderbarer Kompromiss, um sich mit den Lieben auszutauschen und sich trotz körperlicher Distanz nah zu fühlen.
  • Vorsicht vor falschen Informationen
  • Achten Sie ganz bewusst darauf, wo Sie sich informieren. Meiden Sie Medien mit übertriebenen oder plakativen Berichterstattungen. Informieren Sie sich stattdessen bei seriösen Quelle, wie dem Robert Koch Institut, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Bundesgesundheitsministerium oder der Weltgesundheitsinformation WHO (mit Informationen in englischer Sprache). Aber: nur so oft, wie es Ihnen gut tut. Lesen Sie auch positive Berichte, das schenkt Zuversicht.

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Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.03.2020
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Hinweise für an Depression erkrankte Menschen während der Corona-Krise. Online-Informationen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de, Stand 30.3.2020
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 vom Robert Koch Institut: Online unter: www.rki.de, Stand 27.03.2020
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