Tödlichste Grippewelle seit 30 Jahren

Der neue Influenza-Saisonbericht zeigt: Am Grippevirus (Influenza) sind 2017/18 so viele Menschen gestorben wie seit 30 Jahren nicht mehr. Eine Impfung ist der sicherste Schutz.

Frau mit Influenza © iStock
(Berlin – 04.10.2019) In der Grippesaison 2017/18 sind geschätzt 25.100 Menschen in Deutschland durch Influenza gestorben. „Das ist die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren", sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. So viele Todesfälle bei einer Grippewelle sind sehr selten, es gibt auch Saisons mit wenigen hundert Todesfällen.

Wie Sie sich vor einer Infektion schützen

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist, trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit, die Impfung. „Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt", sagt Prof. Wieler. Neben der Impfung werden gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten empfohlen.

Zahlen: Mortalität und Arztbesuche

Wie viele Menschen in Folge einer Influenza sterben, kann generell erst ein Jahr später gesagt werden, da die Daten nicht früher zur Verfügung stehen. Eine zentrale Größe dabei spielt auch, wie oft aufgrund des Grippevirus einen Arzt aufgesucht wird: 2018/19 waren das rund 3,8 Millionen Arztbesuche. Am wenigsten Arztbesuche gab es mit rund 800.000 in der Saison 2013/14, den höchsten Wert in der ungewöhnlich starken Grippewelle 2017/18 mit neun Millionen.

Symptome von Influenza

Influenzaviren können bereits übertragen werden, bevor beim Überträger Symptome auftreten. Eine Influenza ist oft durch einen plötzlichen Erkrankungsbeginn mit Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen gekennzeichnet. Häufig kommt etwas später ein trockener Reizhusten dazu. Allerdings erkranken längst nicht alle Infizierten so typisch. Insbesondere ältere Erkrankte bekommen häufig kein Fieber.

Wer sich impfen lassen sollte

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippe-Impfung für alle Personen ab 60 Jahren, für chronisch Kranke aller Altersstufen, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Die Impfung des medizinischen Personals dient dem individuellen Schutz vor einer Erkrankung, reduziert aber auch die Verbreitung des Influenza-Virus im Krankenhaus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.10.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts vom 30.09.2019: Pommes für die Grippeschutzimpfung? Neuer Influenza-Saisonbericht erschienen
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