Vorsicht vor Masern in Urlaubsregionen

Die Zahl der Masernfälle steigt weltweit drastisch. Im Mittelmeerraum wurden doppelt so viele Masernfälle registriert wie im Vorjahreszeitraum. Betroffen sind auch beliebte Reiseregionen.

Mann am Strandufer © iStock

Masern – diese Gebiete sind betroffen

(Berlin – 24.06.2019) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte im östlichen Mittelmeerraum von Januar bis März 2019 doppelt so viele Masernerkrankungen wie im Vorjahreszeitraum. Neben dem östlichen Mittelmeerraum beobachtete die WHO vor allem auch in den USA, Israel, Thailand und Tunesien, dass Masernerkrankungen massiv zunehmen.

Masernimpfung vor der Reise

Eigentlich sollten sich reisende Kinder und Erwachsene keine Gedanken um eine Ansteckung mit Masern in anderen Ländern machen müssen. Die Impfempfehlungen hierzulande sehen vor, dass Kinder die erste Impfung gegen Masern im Alter von elf bis 14 Monaten erhalten. Die zweite Impfung soll im Alter von 15 bis 23 Monaten folgen. Ohne diese zweite Impfung bleibt der Impfschutz unvollständig. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind hierzulande jedoch nur knapp 93 Prozent der Kinder vollständig geimpft. Vor einer Reise sollten Eltern daher unbedingt den Impfstatus im Impfpass überprüfen und gegebenenfalls fehlende Impfungen nachholen lassen.

Sind Sie ausreichend geschützt?

Mitunter zieht sich die fehlende Immunisierung gegen Masern bis ins Erwachsenenalter. Statistiken zeigen: Gut die Hälfte der bis Mai 2019 erfassten Masernerkrankungen traf Patienten ab 20 Jahre. Erwachsene können und sollten die Impfung nachholen – die Gefahr für Komplikationen wie etwa einer Gehirnentzündung liegt im Erwachsenenalter höher als im Kindesalter. Bei Erwachsenen reicht eine einzige Impfdosis. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt diese für alle Menschen in Deutschland, die nach 1970 geboren sind und nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft sind. Lässt sich nicht genau klären, wann und ob überhaupt eine Masernimpfung erfolgte, sollte sicherheitshalber ebenfalls eine Impfung erfolgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.06.2019
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung des Infozentrums für Prävention und Früherkennung vom 5. Juni 2019: IPF Vorsorge in Zahlen: Reisegesundheit – 100 Prozent mehr Masern im Mittelmeerraum
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