So verhindern Sie eine Blasenentzündung

Warum Blasenentzündungen (Zystitis) oft im Herbst und vor allem bei Frauen auftreten und wie Sie sich schützen.

Frau in warmer Kleidung © iStock
(Köln – 24.10.2018) Ständiger Harndrang und stechende, brennende Schmerzen beim Wasserlassen. Diagnose: Harnblasenentzündung (Zystitis). Der Herbst ist für Frauen besonders problematisch.

Wärmeverlust führt zu geschwächtem Immunsystem

An sich ist die feuchte Kälte im Herbst nicht gefährlich. „Aber Nässe und Kälte sorgen für Veränderungen im Körper“, sagt der Urologe Dr. Reinhold Schaefer der Uro-GmbH Nordrhein, ein Zusammenschluss niedergelassener Urologen aus Nordrhein-Westfalen. „Dieser versucht sich vor Wärmeverlust zu schützen, indem sich Blutgefäße in den Schleimhäuten zusammenziehen und sie schlechter durchbluten.“ In der Folge wird das Immunsystem geschwächt, der Körper wird anfälliger für bakterielle Infektionen. Das ist auch der Grund, warum Erkältungen in der kalten Jahreszeit häufiger auftreten. Doch nicht nur die Nasenschleimhaut, sondern auch der Unterleib wird schlechter durchblutet. Bei Frauen gelangen Krankheitserreger durch die kürzere Harnröhre leichter in die Blase. Hinzu kommt, dass viele Menschen in der kalten Jahreszeit zu wenig trinken.

Vor einer Blasenentzündung schützt warme Kleidung. Auch Extrakte aus Cranberry wirken vorbeugend, helfen aber nicht mehr bei einer akuten Entzündung.

Diagnostik und Therapie einer Blasenentzündung

Ob und welche Erreger sich im Urin befinden, weisen Fachärzte mit einem Urintest nach. Die Therapie einer Blasenentzündung erfolgt in der Regel kurzzeitig mit einem Antibiotikum. Unterstützend hilft: Viel trinken, Unterleib und Füße warm halten und bei Harndrang sofort auf die Toilette gehen. Cranberrysaft, Bärentraubenblätterdragees und Kräutertees tragen ergänzend dazu bei, dass die Blase durchgespült wird. Diese Hausmittel allein bekämpfen die Entzündung der Blase jedoch nicht. Um den Herbst ohne Folgeerkrankungen wie Nierenbeckenentzündungen zu überstehen, sollten Betroffene, gerade wenn sie häufig unter einer Blasenentzündung leiden, in jedem Fall einen Urologen aufsuchen. Er kann Ursachen finden und entsprechend behandeln.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.10.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Presseinformation der Uro GmbH Nordrhein: Was Blasenentzündungen verhindert