Nutzen der Grippeimpfung unterschätzt

Eine Grippe (Influenza) ist nicht zu unterschätzen, warum sich immer noch zu wenig Menschen dagegen impfen lassen und was Sie bei einer Infektion tun sollten.

Frau hat Grippe © iStock
(Köln – 12.10.2018) Die Tage werden kürzer, das Risiko an der Grippe (Influenza) zu erkranken höher. Immer noch lassen sich zu wenig Menschen dagegen impfen.

Grippeimpfung: sicherer Schutz

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt als wirksamen Schutz die jährliche Grippeschutzimpfung im Oktober oder November. Das gilt vor allem für Risikogruppen: Dazu gehören Menschen ab 60 Jahren, Schwangere oder chronisch Kranke und Personengruppen mit erhöhter Ansteckungsgefahr, wie medizinisches Personal.

Neun Millionen Influenza-bedingte Arztbesuche

„Eine echte Grippe ist keine einfache Erkältung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Dass die Grippe nicht unterschätzt werden darf, verdeutlichen die hohen Erkrankungszahlen aus dem vergangenen Winter 2017/2018. Laut Saisonbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza kam es dabei schätzungsweise zu neun Millionen Influenza-bedingten Arztbesuchen. Die BZgA weist deshalb auf die Grippeimpfung als wirksamen Schutz vor einer schwerwiegenden Infektionskrankheit hin.", sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Warum lassen Sie sich nicht gegen Grippe impfen?

Die Ergebnisse der aktuellen bundesweiten Repräsentativbefragung der BZgA zeigen, dass sich die Einstellung zum Impfen in der Bevölkerung allgemein verbessert hat. Dennoch schätzen nur knapp die Hälfte aller Befragten, denen eine Grippeimpfung empfohlen wird, diese als „(besonders) wichtig“ ein. Lediglich 40 Prozent der Befragten, die zu einer der Risikogruppen gehören, geben an, sich regelmäßig impfen zu lassen. Einer der wichtigsten Gründe dafür war, dass die Befragten eine Grippe nicht als besonders schwere Krankheit ansehen.

Symptome einer Influenza und was Sie bei einer Infektion tun sollten

Grippeviren sind sehr ansteckend und können sich somit schnell verbreiten. Meist zeigt sich die Influenza mit plötzlichem hohem Fieber über 38,5 Grad Celsius, trockenem Reizhusten sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Erkrankung betrifft den ganzen Körper und dauert selbst in unkomplizierten Fällen fünf bis sieben Tage. Beispiele für Komplikationen sind Lungen- oder Herzmuskelentzündungen, in schweren Fällen sogar mit Todesfolge. Wer erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben und Bettruhe einhalten. So wird auch verhindert, dass sich der Krankheitserreger weiter verbreitet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.10.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 08.10.2018: Zu wenige Menschen lassen sich gegen Grippe impfen
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