Richtige Hygiene in der Grippe- und Erkältungszeit

Jetzt im Herbst beginnt wieder die Saison für Grippe und Erkältung. Deshalb ist die richtige Hygiene in dieser Zeit besonders wichtig.

Frau hat eine Erkältung © iStock
(Köln – 23.10.2017) Viele Menschen leiden oft mehrmals im Jahr an Infektionen der Atemwege. Bei Erkältungen oder Grippe befallen Erreger die Schleimhäute der oberen und manchmal auch der unteren Luftwege. Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit sind viele Erreger aktiv, die unterschiedliche Atemwegsinfektionen auslösen können. Richtiges Hygieneverhalten hilft, Ansteckungen zu vermeiden.  

„Wer an einer Atemwegsinfektion erkrankt ist, kann durch konsequente Hygienemaßnahmen dazu beitragen, Familienmitglieder und Kontaktpersonen im Freundes- und Kollegenkreis vor Ansteckung zu schützen. Eine Weiterverbreitung von Erregern über Luft, Hände und Gegenstände lässt sich reduzieren, wenn Erkrankte in dieser Zeit enge Kontakte wie Umarmen oder Küssen vermeiden, auf das richtige Husten und Niesen in Einmaltaschentücher achten und insbesondere regelmäßig die Hände waschen“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

So waschen Sie Ihre Hände richtig

Um Keime zu beseitigen, reicht es nicht, sich die Hände mit kaltem Wasser zu waschen. Es ist wichtig, dass das Wasser warm ist – mindestens 15,6 Grad Celsius. Außerdem sollten Sie beim Händewaschen Flüssigseife verwenden, da an fester Seife Schmutz hängen bleiben kann und das Seifenstück häufig in Wasser liegt, das mit Erregern kontaminiert sein kann. Reiben Sie Ihre Hände mindestens zehn Sekunden lang kräftig aneinander, bis die Seife schäumt. Achten Sie darauf, auch die Fingerzwischenräume, den Nagelbereich (auch unter den Nägeln), den Daumenbereich, die Handgelenke und die Handrücken nicht zu vergessen. Trocknen sollten Sie Ihre Hände mit einem Papiertuch oder Einmalhandtuch.

Einfache Verhaltensregeln im Haushalt

Im gemeinsamen Haushalt helfen einfache Verhaltensregeln, sich und andere zu schützen: So sollten Erkrankte Trinkgläser und Handtücher nicht gemeinsam benutzen und generell auf besondere Hygiene im Haushalt achten. Bei hochansteckenden Atemwegsinfektionen sollten Betroffene Kontakte so weit wie möglich eingeschränken, indem sie sich zu Hause erholt und – wenn möglich – auch ein separates Zimmer zum Schlafen nutzt.  

Bei Atemwegsinfektionen mit starken Beschwerden und Fieber ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen – auch um die Symptome zu erleichtern. Da Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen wirksam sind, helfen sie bei den meist durch Viren verursachten Erkältungskrankheiten nicht. Nur wenn Anzeichen für eine bakterielle Infektion wie hohes Fieber auftreten, können Antibiotika hilfreich sein.

Grippeimpfung schützt vor schweren Verläufen

Eine Impfung gegen banale Infekte, die durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst werden können, gibt es nicht. Die Grippeimpfung hingegen bietet Schutz vor schweren Verläufen einer Influenza-Infektion. Sie wird für Risikogruppen wie Menschen mit chronischen Grunderkrankungen, Senioren sowie für Schwangere empfohlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.10.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Welthändewaschtag 2017 – BzgA gibt Tipps zum Hygieneverhalten bei Atemwegsinfektionen
  • Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (www.kinderaerzte-im-netz.de): Händewaschen: Warmes Wasser und Seife sind erforderlich