HPV-Impfung: keine Risiken

Viele Mädchen, Eltern und auch Ärzte stehen einer HPV-Impfung bisher skeptisch gegenüber. Eine Studie zeigt: Die Angst vor Risiken ist unbegründet.

Mädchen wird geimpft © Thinkstock
(München – 30.10.2013) „Wir sehen keinerlei Anzeichen dafür, dass mit der HPV-Impfung irgendwelche Risiken für schwere Nebenwirkungen einhergehen.“ Mit diesem Statement fasst Prof. Lisen Arnheim-Dahlström vom Karolinska Institutet Stockholm die Ergebnisse einer großen Analyse zusammen, bei der die Daten von einer Million Mädchen und jungen Frauen zwischen 10 und 18 Jahren ausgewertet worden waren. 300.000 der Mädchen waren geimpft worden, 700.000 nicht. Bei der Untersuchung wurden alle Krankenhausaufenthalte bis 180 Tage nach der Impfung erfasst. Es ergaben sich keinerlei Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

Bisher: oft Skepsis

Auch für Mädchen und junge Frauen in Deutschland ist das eine gute Nachricht: „Viele Mädchen haben befürchtet, dass die Impfung ihnen mehr schaden könnte als nutzen“, so Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte. „Und auch manche Ärzte standen der Impfung bisher skeptisch gegenüber. Deshalb sind bis heute in Deutschland nur knapp 30 Prozent der jungen Frauen geimpft. Aber diese neuen Daten sind uns eine große Hilfe.“

Die HPV-Impfung schützt vor einer Infektion mit HP-Viren, die die wesentliche Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind. Dass die Impfung einen wirkungsvollen Schutz darstellt, konnte in Australien belegt werden: Dort wurde nachgewiesen, dass krebstypische Veränderungen am Gebärmutterhals bei jungen Frauen deutlich seltener geworden sind, seit die HPV-Impfung über die Schulen angeboten wird.

Krankenkassen zahlen bis 18 Jahre

In Deutschland wird die HPV-Impfung für Mädchen bis zum Ende des 17. Lebensjahrs von den Krankenkassen bezahlt. Die Impfung – notwendig sind zwei Impftermine im Abstand von sechs bis acht Wochen und ein dritter nach etwa sechs Monaten – sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, damit von Anfang an eine Infektion verhindert werden kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.10.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Berufsverband der Frauenärzte
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