Bade-Otitis vermeiden

Beim Schwimmen und Baden bekommt man schnell mal Wasser in die Ohren. Dann droht eine sogenannte Bade-Otitis. Wie Sie vorbeugen können.

Frau lässt sich im Wasser treiben © Thinkstock
(Erfurt – 19.08.2013) Heute macht der Sommer in weiten Teilen Deutschlands eine kleine Pause. Aber schon gegen Ende der Woche werden wieder Temperaturen um 30 Grad Celsius erwartet – da locken Badesee und Freibad. Wer beim Baden und Schwimmen Wasser in die Ohren bekommt, sollte aufpassen: Dann besteht das Risiko einer Entzündung des Gehörgangs, einer so genannten Schwimm- beziehungsweise Bade-Otitis. Dieses Risiko lässt sich jedoch mit einer guten Ohrhygiene verringern.

„Durch häufigen beziehungsweise längeren Aufenthalt im Wasser weicht die Haut im äußeren Gehörgang auf, der natürliche Fettschutz wird aufgelöst. Chlor, das in Schwimmbädern oder Hotelpools zur Desinfektion verwendet wird, beschleunigt diesen Prozess. Ist der Hautschutz im Ohr erst einmal zerstört, haben Krankheitserreger leichtes Spiel: Mühelos dringen sie in die Haut ein, vermehren sich und verursachen eine Entzündung. Derartige Keime gibt es überall – im Schwimmbad und schmutzigen Badeseen treten sie aber besonders häufig und konzentriert auf", erklärt Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Ohren nach dem Baden schnell trocknen

So können Sie einer Bade-Otitis vorbeugen: „Die Ohren sollten am besten immer nach dem Schwimmen mit einem dünnen Handtuch oder Föhn getrocknet werden, damit den Erregern das feuchte Milieu entzogen wird, in dem sie sich meist gut vermehren können ", empfiehlt die niedergelassene HNO-Ärztin aus Erfurt. „Wattestäbchen dürfen zum Trocknen auf keinen Fall verwendet werden. Sie können zu kleinen Verletzungen führen, die die Infektionsgefahr noch erhöhen", ergänzt Dr. Lundershausen.

Erste Hilfe bei einer Bade-Otitis: Schmerzmittel und Kühlung

Zu Beginn einer Schwimm-Otitis ist das betroffene Ohr sehr berührungsempfindlich und juckt. Die Haut im Gehörgang ist rot und geschwollen, ein trübes Sekret bedeckt die Hautoberfläche. Betroffene empfinden oft ein allgemeines Krankheitsgefühl. „Treten die Schmerzen abends auf, können Betroffene als lindernde Erstmaßnahme ein Schmerzmittel einnehmen und das Ohr von außen etwas kühlen. Am nächsten Morgen sollte dann sofort ein HNO-Arzt aufgesucht werden", empfiehlt die Expertin. Der HNO-Arzt behandelt den Gehörgang lokal mit entzündungshemmender Salbe – so ist nach wenigen Tagen wieder ein Schwimmbadbesuch möglich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.08.2013
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: www.hno-aerzte-im-netz.de
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