Drohen Infektionen?

Das Hochwasser hat weite Teile Deutschlands im Griff. Drohen nun nach finanziellen Schäden auch Risiken für die Gesundheit? Tipps zur Vorbeugung.

Verkehrsschild im Wasser © Thinkstock
(München – 11.06.2013) Kanäle und Kläranlagen sind überspült, Öltanks ausgelaufen: In großen Teilen Deutschlands steht oder stand Wasser in Straßen, Häusern und Gärten. Müssen sich die Betroffenen nun neben dem finanziellen Desaster auch noch Sorgen um ihre Gesundheit machen? Das Robert Koch-Institut (RKI) beruhigt: „Das RKI hat zurzeit keinen Anhalt für ein gehäuftes Auftreten von Infektionskrankheiten in den Überschwemmungsgebieten. Auch bei früheren Überschwemmungen in Deutschland gab es keine außergewöhnlichen Infektionsgeschehen.“

Vorbeugung: Diese Maßnahmen helfen

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Kontakt mit verunreinigtem Wasser zu Magen-Darm-Erkrankungen, Hepatitis A oder Wundinfektionen führen kann. Deshalb ist es sinnvoll, in den Hochwassergebieten einige Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:
  • Beim Aufräumen und Reinigen der Häuser schützen wasserdichte Kleidung, Handschuhe und Gummistiefel vor dem Kontakt mit kontaminiertem Wasser.
  • Betroffene sollten sich gründlich die Hände waschen, wenn sie mit dem Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind – besonders bevor sie etwas essen oder auch rauchen.
  • Kinder sollten nicht im Überschwemmungswasser spielen oder baden. Auch bei Badeseen ist vorübergehend Vorsicht geboten. Ihre Wasserqualität kann beeinträchtigt sein.
  • Lebensmittel, die mit dem Wasser in Berührung gekommen sind – beispielsweise Gemüse und Obst aus überschwemmten Gärten – sollten nicht verzehrt werden.
  • Es sollte auf sauberes Trinkwasser geachtet werden. Die Behörden in den betroffenen Gebieten kontrollieren die Trinkwasserqualität und informieren die Bevölkerung, falls Verunreinigungen vorhanden sind. An die Empfehlung, das Trinkwasser vor der Nutzung abzukochen, sollte man sich deshalb unbedingt halten.
  • Wasser aus Brunnen sollte nicht verwendet werden, solange es keine Freigabe des zuständigen Gesundheitsamts gibt.
  • Gemüse und Obst in nicht überschwemmten Gärten sollte nicht mit Überschwemmungswasser oder Wasser aus Bächen oder Flüssen gegossen werden.
  • Da es bei den Aufräumarbeiten häufig zu kleineren Verletzungen kommt, sollten die Helfer ihren Tetanusschutz kontrollieren und sich gegebenenfalls impfen lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.06.2013
  • Autor/in: vitanet.de-cl
  • Quellen: Robert Koch-Institut: Infektionsrisiken in Überschwemmungsgebieten: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/U/Ueberschwemmung/Infektionsrisiken.html
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung