Fieber: Hilfe beim Heilen

Erschöpft, müde, der Körper ist heiß: Fieber ist für ein Kind anstrengend – aber auch nützlich. Deshalb: die Temperatur besser nicht mit Medikamenten senken.

Kind ist erkältet © Thinkstock
(Vogt – 28.11.2012) Das Gesicht ist blass, der Körper heiß: „Fieber ist ein sehr beeindruckendes Symptom“, sagt Herbert Renz-Polster, Kinderarzt aus Vogt im Allgäu. Der Experte weiß von unzähligen Gesprächen mit betroffenen Eltern, wie sehr eine Fiebererkrankung ängstigen kann. „Viele Eltern machen den Fehler, das Fieber als die Erkrankung zu betrachten und geben Medikamente, um die Temperatur möglichst schnell wieder zu senken.“

Fieber hilft, schnell wieder gesund zu werden

Tatsächlich führen Zäpfchen und Fiebersaft zunächst zu einer Linderung der Beschwerden: „Fieber ist anstrengend für den Körper. Senkt man es, verschwindet diese Belastung“, erklärt Renz-Polster. Was aber auch verschwindet, ist der heilende Nutzen: „Fieber ist eine ganz tolle körpereigene Kraft, die Kinder zwar ermüdet und phasenweise ganz jämmerlich erscheinen lässt, ihnen aber gleichzeitig hilft, schnell wieder gesund zu werden.“

Fieberthermometer am besten beiseitelegen

Eltern können das Fieberthermometer daher einfach beiseitelegen und auf die Selbstheilungskräfte ihres Kindes vertrauen. „Schaukeln Sie Ihre Ängste nicht hoch, indem Sie ständig nachmessen und kontrollieren“, rät Renz-Polster. Fiebernde Kinder verhalten sich in der akuten Krankheitsphase wie Erwachsene in der Regel instinktiv richtig: „Lassen Sie Ihr Kind schlafen, wenn es schlafen will und bieten Sie ihm regelmäßig etwas zu trinken an.“ Ein kleiner Wadenwickel kann helfen, wenn das Kind ihn als Linderung empfindet. „Ansonsten gilt es, einfach Ruhe zu bewahren“, sagt der Kinderarzt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.11.2012
  • Autor/in: vitanet.de-cd
  • Quellen: dapd
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