HIV nicht vergessen!

Aids und HIV stehen längst nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit wie noch vor einigen Jahren. Dabei ist die Lage nach wie vor sehr problematisch.

(München – 01.12.2011) HIV und Aids sind im Begriff, immer mehr aus der öffentlichen Wahrnehmung zu verschwinden. Daher ist der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember als Erinnerung und Zeichen der Solidarität mit HIV-infizierten und aidskranken Menschen so wichtig.

Rund 73.000 Menschen leben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland mit HIV. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist nach Schätzungen des RKI in diesem Jahr dagegen auf 2.700 (3.000 im Jahr 2010) gesunken.

Aufgrund neuer Therapien können HIV-positive Menschen oft besser und länger leben. Viele von ihnen leiden jedoch unter Begleiterkrankungen der Infektion und unter Nebenwirkungen der Medikamente. Hinzu kommen häufig finanzielle Schwierigkeiten aufgrund des Arbeitsplatzverlustes und nach wie vor Probleme mit Diskriminierungen. Darauf wies die Deutsche AIDS-Stiftung bei ihrer Pressekonferenz anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember hin.

Prekäre Situation in Afrika

Die Hilfsorganisation Menschen für Menschen will auf die Situation in Afrika aufmerksam machen. Die Lage ist vor allem in der Subsahara-Zone prekär. Die Organisation ruft zur Unterstützung dringend notwendiger Maßnahmen auf. Laut Angaben von UNAIDS, dem gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen, leben zwei Drittel der weltweit rund 35 Millionen mit dem HI-Virus infizierten Menschen in Ländern südlich der Sahara.

Größter Risikofaktor für eine Infektion mit dem HI-Virus bleibt der ungeschützte Geschlechtsverkehr. Daneben spielt die Übertragung des Virus von infizierten Müttern auf ihre Kinder eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung von Aids. „In zahlreichen und groß angelegten Kampagnen geht es Menschen für Menschen […] vor allem darum, das Schweigen über Aids zu brechen und die Bevölkerung über Risikoherde und wirksame Schutzmaßnahmen aufzuklären“, sagt Stiftungsvorstand Almaz Böhm.
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