Ohnmacht immer ärztlich abklären lassen

Eine kurze Bewusstlosigkeit kann harmlos oder lebensbedrohlich sein – je nachdem, was der Grund der Ohnmacht ist. Deshalb: Lassen Sie die Ursache abklären.

Frau mit Kopfschmerzen © iStock
(Frankfurt am Main – 31.08.2018) Eine kurze Bewusstlosigkeit ist oft harmlos, allerdings können auch Herzprobleme dahinter stecken. Bei einer bestehenden Herzerkrankung ist dann das Risiko für einen plötzlichen Herztod deutlich erhöht.

Bewusstlosigkeit durch Herzrhythmusstörungen

Wenn Sie einen kurzen Ohnmachtsanfall hatten oder gestürzt sind und die Ursache nicht kennen, sollten Sie das in jedem Fall von Ihrem Arzt abklären lassen. „Unbedingt erwähnen sollten Sie bei der Abklärung zum Beispiel, ob Sie kurz vor der Bewusstlosigkeit Hinweise auf Herzrhythmusstörungen gespürt haben.“, sagt Prof. Dr. med. Wolfgang von Scheidt, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung und Kardiologe am Klinikum Augsburg. Diese äußern sich etwa durch: Herzstolpern, Herzklopfen, Herzrasen oder einen deutlich langsameren Puls.

Bewusstlosigkeit lässt sich manchmal verhindern

Die Ohnmacht infolge von Herzrhythmusstörungen tritt jedoch meist plötzlich und unerwartet auf. Wenn der Grund für eine Bewusstlosigkeit eine harmlose Reflexursache ist, spüren Betroffene im Vorfeld Schwindel, Benommenheit oder ein Schwächegefühl. Teilen Sie dies Ihrem Arzt unbedingt mit. Er kann Ihnen einen einfachen Handgriff zeigen, wie Sie eine Ohnmacht und damit auch einen Sturz verhindern können.

Diese Informationen braucht Ihr Arzt

Um die Ursache der Ohnmacht herauszufinden, ist für den Arzt wichtig, was vor der Ohnmacht passierte. Ist die Bewusstlosigkeit unter körperlicher Anstrengung aufgetreten, etwa beim Treppensteigen oder beim Sport? Oder gab es psychische Aufregung oder sexuelle Aktivitäten im Vorfeld? Außerdem sollte der Arzt wissen, welche Medikamente Sie in welcher Dosis einnehmen. Nicht selten lösen zu hoch dosierte Blutdruckmedikamente Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeit aus. Für die Diagnose helfen dem Arzt außerdem: Informationen über Vorerkrankungen, die Dauer und Angaben zum Ablauf der Bewusstlosigkeit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.08.2018
  • Autor/in: vitanet.de; Kristina Wagenlehner
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung vom 03.08.2018: Ohnmacht immer ärztlich abklären lassen
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