Thrombose: gefährliche Klumpen im Blut

Zwar ist das Risiko für eine Thrombose vor allem im Alter erhöht, grundsätzlich kann sie aber jeden treffen. Wie sie sich äußert und wie Sie vorbeugen können.

Hände an Wade © iStock
(Berlin – 13.10.2017) Wer häufig mit dem Flugzeug verreist oder schon einmal nach einer Operation ein paar Nächte im Krankenhaus bleiben musste, hat sich sicherlich bereits mit dem Thema Thrombose beschäftigt. Beide Situationen erhöhen das Risiko einer Thrombose deutlich, sind jedoch längst nicht die einzigen möglichen Ursachen. Tatsache ist: Eine Thrombose kann jeden treffen – und führt im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie.

Thrombose können auch junge Menschen bekommen

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Thrombose zu erkranken, steigt mit dem Alter erheblich. Allerdings können auch schon Jugendliche und kleine Kinder Thrombosen erleiden. Viele der Risikofaktoren begleiten den Menschen ein Leben lang. So sind es gerade bei jungen Menschen häufig vererbte Blutgerinnungsstörungen oder Sportverletzungen. Bei einer Verletzung am Bein kann es durch den Heilungsprozess zu einer Entzündung kommen, die eine Thrombose befördert.

Ein weiterer Risikofaktor ist die Veränderung des Hormonhaushalts im Blut. Hormonelle Verhütung – etwa mit der Anti-Baby-Pille – steigert das Thromboserisiko deutlich. Einen ähnlichen Effekt hat eine Schwangerschaft. Die Thromboembolie ist heute die häufigste Todesursache während der Schwangerschaft.

Gefährlich wird es auch, wenn sich der Blutfluss verlangsamt. Eine plötzliche Immobilität – etwa nach einer Verletzung oder einer Operation – mindert die Leistung der Muskelpumpe, die das Blut durch die Venen pumpt. Das Blut versackt und eine Thrombose entsteht. Besonders beansprucht wird die Muskelpumpe auch bei relativ langen Beinen – eine Risikogruppe, die kürzlich in einer schwedischen Studie näher untersucht wurde. Ergebnis der Untersuchung: Bei Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko etwa um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter.

Was macht die Thrombose so gefährlich?

Ärzte sprechen bei der Thrombose von einer „lautlosen Gefahr“, denn obwohl die Diagnose sehr einfach und für den Patienten schmerzlos gestellt werden kann, fällt der Verdacht aufgrund der unspezifischen oder teilweise fehlenden Symptome oft erst spät auf diese Venenerkrankung. Hinzu kommt, dass die Symptome einer Thrombose in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt sind. Schmerzen in der Wade, die leicht als Muskelkater fehlgedeutet werden können, eine Schwellung, Überwärmung und Verfärbung des Beines können Anzeichen sein. Zusätzliche Luftnot und Schwindel deuten auf eine mögliche Lungenembolie hin.

So können Sie einer Thrombose vorbeugen

Wie so oft ist ein gesunder Lebensstil die beste Vorsorge: Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit stärken den Körper und die Blutgefäße. Übergewicht und Tabakkonsum befördern dagegen eine Thrombose.

Um die Muskelpumpe im Berufsalltag fit zu halten, gibt es leichte Übungen, die den Blutfluss in den Beinen anregen. Diese sollten Sie auch während Bus- oder Flugreisen, die länger als vier Stunden dauern, durchführen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.10.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin: Gefährliche Klumpen im Blut – Thromose kann jeden treffen!
  • Pressemitteilung der Deutschen Venen-Liga: Thrombose trifft große Menschen häufiger als kleine
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