Deutscher Herzbericht

Der aktuelle Herzbericht zeigt: Zwar sterben weniger Deutsche an Herzkrankheiten, die Zahl der Neuerkrankungen hat aber zugenommen.

Hände formen Herz © iStock
(Berlin – 26.01.2017) Die Zahl der Sterbefälle durch Herzerkrankungen ist in Deutschland insgesamt leicht gesunken. Das zeigt der aktuelle Deutsche Herzbericht, den die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit den ärztlichen Fachgesellschaften für Kardiologie (DGK), Herzchirurgie (DGTHG) und Kinderkardiologie (DGPK) herausgibt. Wie in den Vorjahren sterben insgesamt mehr Frauen (110.915) als Männer (97.061) an Herzkrankheiten.

Mehr stationäre Aufnahmen aufgrund von Herzkrankheiten

Die Zahl der Neuerkrankungen beziehungsweise stationären Aufnahmen aufgrund von Herzerkrankungen ist hingegen gestiegen. Insgesamt wurden im Jahr 2015 1.677.103 Männer und Frauen mit koronarer Herzkrankheit (KHK)/Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche und angeborenen Herzfehlern in eine Klinik eingewiesen – 2014 waren es rund 17.000 weniger. Leicht gesunken sind nur die stationären Aufnahmen aufgrund von KHK beziehungsweise Herzinfarkt, bei den anderen Herzkrankheiten gab es Anstiege. „Dieser Trend zeigt, dass zwar die Herzinfarkterkrankungen sinken. Gleichzeitig wächst – trotz verbesserter Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten – die Zahl der Herzpatienten stetig, die der medizinischen Versorgung und der Unterstützung durch Information und Aufklärung bedürfen“, sagt Prof. Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Höchste Herzinfarktsterblichkeit in Ostdeutschland

Die Zahl der Sterbefälle durch Herzerkrankungen ist in der Summe gesunken. Starben 2012 insgesamt rund 215.000 Menschen an KHK/Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche und angeborenen Herzfehlern, waren es im Jahr 2014 rund 7.000 weniger. Mehr als die Hälfte der Todesfälle fällt auf KHK-Patienten.

Der aktuelle Herzbericht zeigt auch, dass weiterhin die ostdeutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern eine Spitzenposition in der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit einnehmen. „Erfreulicherweise ist aber in diesen ostdeutschen Regionen ein positiver Trend mit Sterblichkeitsrückgängen insbesondere in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen feststellbar“, so Prof. Meinertz. Auch in anderen Gebieten wie Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen ist die Infarktsterblichkeit zurückgegangen.

„Grund für diese Entwicklung können verbesserte Abläufe im Rettungssystem, strukturelle Optimierungen in der medizinischen Versorgung in den Kliniken und mehr Wissen über die Herzinfarktsymptome sein. Dies darf jedoch nicht über den hohen Bedarf an Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung hinwegtäuschen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung. Denn wie aus dem Herzbericht herzvorgeht, treten in Bundesländern mit einer überdurchschnittlich hohen Infarktsterblichkeit meistens auch die wichtigsten Risikofaktoren für KHK beziehungsweise Herzinfarkt wie Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Übergewicht und metabolisches Syndrom häufiger auf.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.01.2017
  • Autor/in: vitanet.de-np
  • Quellen: Pressemitteilung der Deutschen Herzstiftung: Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Europa: Deutschland nicht in einer Spitzenstellung
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